Pakistan

Europäische Rabbiner verurteilen Moschee-Anschlag

Bei der Explosion in der Moschee in Peschawar kamen nach Medienberichten mehr als 30 Menschen ums Leben, rund 150 wurden verletzt. Foto: picture alliance / AA

Die Konferenz der Europäischen Rabbiner hat den Bombenanschlag auf eine Moschee in der pakistanischen Stadt Peschawar am Montag verurteilt. Unter Verweis auf einen Angriff auf Beter einer Synagoge in Jerusalem am Wochenende sprach der Präsident der Rabbiner, Pinchas Goldschmidt, von »abscheulichen Angriffen auf Betende und Gotteshäuser«.

Ähnliche Attacken in den letzten Jahren zeigten, dass weltweit Religionsfreiheit und freie Ausübung des Glaubens in Gefahr seien, erklärte Goldschmidt am Montag in Brüssel. »Unsere Gotteshäuser, Rückzugsorte für einen Moment der Stille, des Innehaltens und des Friedens, sind nicht mehr sicher. Sie sind das Ziel für politischen Missbrauch sowie von Terroristen, Bigotten und religiöse Extremisten geworden«, sagte der frühere Moskauer Oberrabbiner.

Nötig sei »eine starke globale Allianz, die weltweit den Wert der Religionsfreiheit und Toleranz wieder stärkt und schützt«. Regierungen, Sicherheitsbehörden, Bildungseinrichtungen und Religionsführer müssten im Kampf gegen religiös motivierten Extremismus und Terrorismus enger zusammenarbeiten, so Goldschmidt.

Als Modell nannte der Rabbiner die sogenannten Abraham-Abkommen zwischen Israel einerseits und den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain andererseits. Diese Verträge könnten eine »Grundlage für die sicherheitspolitische Zusammenarbeit im Nahen Osten« schaffen, um etwa Radikalisierung und Extremismus entgegenzuwirken und mehr Sicherheit über die Region hinaus zu schaffen, sagte Goldschmidt.

Bei der Explosion in der Moschee in Peschawar kamen nach Medienberichten mehr als 30 Menschen ums Leben, rund 150 wurden verletzt.

Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif sprach von einem Selbstmordanschlag. Zunächst bekannte sich niemand als Urheber der Tat. Die Provinz Khyber-Pakhtunkhwa im Nordwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan gilt seit langem als Hochburg radikal-islamistischer Terrorgruppen. kna

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