Berlin

Ermittlungsverfahren nach antiisraelischen Demonstrationen

In der Berliner Adalbertstraße kam es am Samstag erneut zu einer antiisraelischen Demonstration. Foto: picture alliance / Anadolu

Die Berliner Polizei hat nach antiisraelischen Protesten insgesamt 39 Strafermittlungsverfahren eröffnet. Dabei geht es nach Polizeiangaben vom Sonntag unter anderem um Verdacht auf Volksverhetzung, versuchte Gefangenenbefreiung sowie Widerstand und tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte.

Darüber hinaus ermittelt die Polizei wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch.

An einem Demonstrationszug von Kreuzberg nach Neukölln unter dem Motto »Solidarität mit Palästina, Stoppt den Krieg, Keine Waffen für Israel« hatten am Samstagnachmittag rund 1500 Personen teilgenommen, wie es hieß. Dabei sei über einen Lautsprecher eine antisemitische Parole gerufen worden.

Beim Verlassen der Versammlung hätten Teilnehmende Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen. In der Nacht auf Sonntag hätten mehrere Personengruppen ebenfalls in Neukölln Pyrotechnik gezündet, Gegenstände auf die Fahrbahn gebracht und pro-palästinensische Parolen gerufen.

Die Polizei hielt im Zusammenhang mit den Vorkommnissen vorübergehend 49 Personen fest. Zwischen Samstagnachmittag und der Nacht auf Sonntag waren den Angaben zufolge rund 220 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. epd

Handelte es sich beim Nationalsozialismus um eine linke Ideologie?

Ein Faktencheck

 23.10.2026

Justiz

Ermittler: Ahmetovic kooperierte nicht bei Durchsuchungen

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt im Zusammenhang mit der Ausschreibung eines früheren Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover gegen den SPD-Politiker

 23.10.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt rot-grün-rote Koalition ab

Linke, SPD und Grüne verhandeln derzeit über eine gemeinsame Landesregierung. Eine solche Koalition stößt auf Skepsis - auch unter Anhängern von SPD und Grünen

 23.10.2026

Warschau

Polen rügt Ehrung für ukrainische Nationalisten in Lwiw

Erst ein Ehrentitel für eine ukrainische Einheit, nun ein Gedenkjahr für nationalistische Untergrundkämpfer: Der Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine flammt erneut auf

 23.10.2026

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 23.10.2026

München

Aigners Befund zu Judenhass: »Das ›Nie wieder!‹ ist tot«

Die bayerische Landtagspräsidentin gibt eine schonungslose Analyse zum Antisemitismus in Deutschland. Doch sie sieht auch hoffnungsvolle Ansätze, um gegenzusteuern

 23.10.2026

Deutschland

Wie hält es die CDU in Sachsen-Anhalt mit der AfD?

AfD-Politiker Siegmund braucht drei Stimmen aus anderen Reihen, um Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt zu werden. Ein CDU-Abgeordneter stellt sich nun gegen die CDU-Fraktionslinie

von Christopher Kissmann  22.10.2026

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden warnt vor rot-grün-roter Koalition

Schuster: »Im Kampf gegen Judenhass ist dieses Schauspiel ein echter Offenbarungseid«

 22.10.2026 Aktualisiert