Berlin

Ermittlungsverfahren nach antiisraelischen Demonstrationen

In der Berliner Adalbertstraße kam es am Samstag erneut zu einer antiisraelischen Demonstration. Foto: picture alliance / Anadolu

Die Berliner Polizei hat nach antiisraelischen Protesten insgesamt 39 Strafermittlungsverfahren eröffnet. Dabei geht es nach Polizeiangaben vom Sonntag unter anderem um Verdacht auf Volksverhetzung, versuchte Gefangenenbefreiung sowie Widerstand und tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte.

Darüber hinaus ermittelt die Polizei wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch.

An einem Demonstrationszug von Kreuzberg nach Neukölln unter dem Motto »Solidarität mit Palästina, Stoppt den Krieg, Keine Waffen für Israel« hatten am Samstagnachmittag rund 1500 Personen teilgenommen, wie es hieß. Dabei sei über einen Lautsprecher eine antisemitische Parole gerufen worden.

Beim Verlassen der Versammlung hätten Teilnehmende Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen. In der Nacht auf Sonntag hätten mehrere Personengruppen ebenfalls in Neukölln Pyrotechnik gezündet, Gegenstände auf die Fahrbahn gebracht und pro-palästinensische Parolen gerufen.

Die Polizei hielt im Zusammenhang mit den Vorkommnissen vorübergehend 49 Personen fest. Zwischen Samstagnachmittag und der Nacht auf Sonntag waren den Angaben zufolge rund 220 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. epd

Nahost

Iran bietet USA Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus an

Gerade hatte Präsident Trump seine Vermittler zurückgerufen, als Teheran einen Vorschlag unterbreitete. Dieser klammert das iranische Atomprogramm vorerst aus

 27.04.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026

Berlin

Merz sieht weiter keine Exit-Strategie im Iran-Krieg

Der Bundeskanzler glaubt nicht an ein schnelles Ende des Krieges. Vor allem vermisst er weiterhin ein Konzept der USA für die Friedensverhandlungen

 27.04.2026

Libanon

Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel ab

Der Generalsekretär der Terrororganisation, Naim Kassim, sagt, die Hisbollah werde weiter »defensiven Widerstand gegen Angriffe Israels leisten«

 27.04.2026

Berlin

»Tötet alle Juden«: Antisemitisches Graffiti in Pankow

Mordaufrufe an Hauswänden: Der Staatsschutz ermittelt

 27.04.2026 Aktualisiert

Italien

Juden bei Weltkriegsgedenken antisemitisch beleidigt und ausgeschlossen

»Seid froh, dass ihr keine Seifenstücke seid!«, schrie ein Passant jüdischen Demonstranten ins Gesicht, die anlässlich des italienischen Befreiungstages an einer Kundgebung in Mailand teilgenommen hatten

 27.04.2026

Berlin

Anschlag geplant? Junger Syrer kommt vor Gericht

Er soll mit dem IS sympathisiert, einen Anschlag geplant und in seiner Wohnung in Neukölln diverse Materialien für den Bau eines Sprengsatzes gelagert haben. Gab es konkrete Anschlagspläne?

 27.04.2026

Berlin

Israel-Kurs: Streit in der SPD eskaliert

Adis Ahmetović, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, kritisiert Außenminister Wadephul, weil dieser Sanktionen gegen Israel ablehnt. Das sorgt für Ärger in der Partei

 24.04.2026

Bündnis-Streit

Spanien reagiert auf Bericht über mögliche Nato-Suspendierung

Planen die USA Maßnahmen gegen »schwierige« Nato-Partner? Madrid jedenfalls betont nun die Zusammenarbeit mit Bündnispartnern

 24.04.2026