Berlin

Ermittlungsverfahren nach antiisraelischen Demonstrationen

In der Berliner Adalbertstraße kam es am Samstag erneut zu einer antiisraelischen Demonstration. Foto: picture alliance / Anadolu

Die Berliner Polizei hat nach antiisraelischen Protesten insgesamt 39 Strafermittlungsverfahren eröffnet. Dabei geht es nach Polizeiangaben vom Sonntag unter anderem um Verdacht auf Volksverhetzung, versuchte Gefangenenbefreiung sowie Widerstand und tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte.

Darüber hinaus ermittelt die Polizei wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch.

An einem Demonstrationszug von Kreuzberg nach Neukölln unter dem Motto »Solidarität mit Palästina, Stoppt den Krieg, Keine Waffen für Israel« hatten am Samstagnachmittag rund 1500 Personen teilgenommen, wie es hieß. Dabei sei über einen Lautsprecher eine antisemitische Parole gerufen worden.

Beim Verlassen der Versammlung hätten Teilnehmende Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen. In der Nacht auf Sonntag hätten mehrere Personengruppen ebenfalls in Neukölln Pyrotechnik gezündet, Gegenstände auf die Fahrbahn gebracht und pro-palästinensische Parolen gerufen.

Die Polizei hielt im Zusammenhang mit den Vorkommnissen vorübergehend 49 Personen fest. Zwischen Samstagnachmittag und der Nacht auf Sonntag waren den Angaben zufolge rund 220 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. epd

Antisemitismus

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