#DONTBEABYSTANDER

Erinnerung an Gerechte unter den Völkern

Foto: Screenshot/ #Dontbeabystander

Mit einer Social-Media-Kampagne zum internationalen Holocaust-Gedenktag sollen Retter von Juden während der Nazi-Herrschaft gewürdigt werden. Unter dem #DONTBEABYSTANDER (Sei kein Zuschauer) soll an die Gerechten unter den Völkern erinnert werden, wie die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und die Claims Conference in New York am Dienstag mitteilten. Als Gerechte unter den Völkern ehrt Yad Vashem Nicht-Juden, die Juden vor den Nationalsozialisten gerettet haben, oft unter Gefährdung ihres eigenen Lebens.

Retter Bei der Kampagne in den sozialen Netzwerken wird demnach eine Reihe von zwei Minuten langen Videos zu sehen sein, die die Heldentaten der Retter im von Deutschland besetzten Europa zeigen. Wie bei Holocaust-Überlebenden dränge auch bei den Gerechten der Völkern die Zeit, um ihre Zeugnisse direkt von ihnen zu hören, hieß es. Immer weniger von ihnen lebten noch.

»Diese einzelnen Personen waren Lichtblicke in einem der dunkelsten Kapitel der modernen Geschichte«, hieß es in der Mitteilung. »Ihre Geschichten bilden eine Quelle der Inspiration in der heutigen gespaltenen Welt und werden dies auch für kommende Generationen bleiben.«

Dokumentation Yad Vashem in Jerusalem ist die größte Holocaust-Gedenkstätte der Welt und dient als Museum, Mahnmal und Forschungsstätte. Sie dokumentiert die Namen von mehr als 4,8 Millionen der sechs Millionen von den Nazis ermordeten Juden. Die Claims Conference setzt sich für die materielle Entschädigung von Holocaust-Überlebenden ein.

Im November 2005 hatten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ausgerufen. An diesem Tag im Jahr 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz in Polen. Die Nazis hatten dort mehr als eine Million Menschen - vor allem Juden - ermordet. dpa

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