Verhandlungen

»Enttäuschende Pause«

Rafael Mariano Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Foto: imago images/Xinhua

Die USA haben sich enttäuscht über den Stand der Atomverhandlungen mit dem Iran geäußert. Die Situation sei ziemlich unsicher, sagte ein Regierungsbeamter, der nicht genannt werden wollte. »Es war besser, als es hätte sein können, es war schlechter als es hätte sein sollen«, sagte er. Unklar bleibe, ob das gesetzte Ziel in der kurzen Zeit, die noch bleibe, erreicht werden könne.

Die Gespräche waren am Freitag vertagt worden, weil der iranische Unterhändler Ali Bagheri Kani nach der von Spannungen wegen neuen Forderungen Teherans geprägten Gesprächsrunde zu Konsultationen nach Hause reisen wollte.

EU Europäische Diplomaten sprachen von einer enttäuschenden Pause. Man habe zwar technische Fortschritte erzielt, sei aber bald am Ende des Weges angelangt. Der chinesische Chefunterhändler Wan Qun und der EU-Diplomat Enirque Mora hofften auf eine Wiederaufnahme der Gespräche noch in diesem Jahr.

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten 2015 mit dem Iran vereinbart, dass dieser sein Atomprogramm so gestaltet, dass der Bau von Atombomben unmöglich ist. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen aufgehoben.

Die USA zogen sich jedoch 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen zurück und verhängten neue Sanktionen, woraufhin Teheran mehr Uran anreicherte als der Vertrag erlaubt. Trumps Nachfolger Joe Biden hat signalisiert, sich dem Vertrag wieder anschließen zu wollen. Darüber wird derzeit verhandelt. An den Gesprächen in Wien sind die Vereinigten Staaten nur indirekt beteiligt. AP

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