Verhandlungen

»Enttäuschende Pause«

Rafael Mariano Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Foto: imago images/Xinhua

Die USA haben sich enttäuscht über den Stand der Atomverhandlungen mit dem Iran geäußert. Die Situation sei ziemlich unsicher, sagte ein Regierungsbeamter, der nicht genannt werden wollte. »Es war besser, als es hätte sein können, es war schlechter als es hätte sein sollen«, sagte er. Unklar bleibe, ob das gesetzte Ziel in der kurzen Zeit, die noch bleibe, erreicht werden könne.

Die Gespräche waren am Freitag vertagt worden, weil der iranische Unterhändler Ali Bagheri Kani nach der von Spannungen wegen neuen Forderungen Teherans geprägten Gesprächsrunde zu Konsultationen nach Hause reisen wollte.

EU Europäische Diplomaten sprachen von einer enttäuschenden Pause. Man habe zwar technische Fortschritte erzielt, sei aber bald am Ende des Weges angelangt. Der chinesische Chefunterhändler Wan Qun und der EU-Diplomat Enirque Mora hofften auf eine Wiederaufnahme der Gespräche noch in diesem Jahr.

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten 2015 mit dem Iran vereinbart, dass dieser sein Atomprogramm so gestaltet, dass der Bau von Atombomben unmöglich ist. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen aufgehoben.

Die USA zogen sich jedoch 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen zurück und verhängten neue Sanktionen, woraufhin Teheran mehr Uran anreicherte als der Vertrag erlaubt. Trumps Nachfolger Joe Biden hat signalisiert, sich dem Vertrag wieder anschließen zu wollen. Darüber wird derzeit verhandelt. An den Gesprächen in Wien sind die Vereinigten Staaten nur indirekt beteiligt. AP

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Interview

»Ich bezweifle, dass Claudia Roth es ernst meint mit dem Kampf gegen Antisemitismus«

JSUD-Präsident Ron Dekel geht mit der Grünen-Politikerin hart ins Gericht und wirft ihr vor, antisemitische Narrative salonfähig zu machen

von Michael Thaidigsmann  06.11.2026

Israelfeindliche Politikerin

Berliner Linke fordert Vanessa Emde zum Mandatsverzicht auf

Nach Wochen der Diskussion über den Umgang mit der direkt gewählten Abgeordneten, scheint die Parteispitze nun durchgreifen zu wollen

 06.11.2026

Vorwurf der Kampagne

Eklat um Claudia Roth: Nun reagiert der Zentralrat

Die Grünen-Politikerin bereut es, israelfeindliche Regisseure auf der Berlinale kritisiert zu haben und sieht die Schuld dafür beim Zentralrat der Juden

 06.11.2026

Berlin

Gregor Gysi für Rauswurf von Vanessa Emde

»Ich hoffe, dass wir sie ausschließen«, sagt Gysi über die wegen israelfeindlicher Aussagen umstrittene Abgeordnete

 06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

USA

Trump will bald Entscheidung zum Iran-Krieg verkünden

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll. Die Bemühungen der Vermittler laufen auf Hochtouren

 06.11.2026

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026