Israelfeindliche Demo

Entfesselter Judenhass in Berlin

Karoline Preisler, die als Gegendemonstrantin neben einer sogenannten »Pro-Palästina«-Demo am 3. Februar lief, musste von Polizeibeamten geschützt werden. Foto: picture alliance / Anadolu

Bei einer israelfeindlichen und antisemitischen Demonstration in Berlin haben Teilnehmer am Samstag zur Erschießung von Juden aufgerufen. Laut Medienberichten griff die Polizei nicht ein.

Das Motto der Kundgebung war »Hands off Westbank« (»Hände weg vom Westjordanland«). Dort sind in den vergangenen Tagen sowohl die Palästinensische Autonomiebehörde als auch Israel gegen die Hamas vorgegangen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Laut »Bild« waren bis zu 280 Demonstranten beteiligt, als sich der Protestzug vom Neptunbrunnen zum Potsdamer Platz bewegte. Dem Bericht zufolge wurden antisemitische Parolen gerufen. Personen, die Waffen besitzen, wurden aufgerufen, Juden zu erschießen oder sie an die Hamas zu übergeben.

Staatsschutz checkt Aufnahmen

Diese Terrororganisation hatte am 7. Oktober 2023 den aktuellen Krieg mit Massakern in Israel begonnen, bei denen 1200 Menschen ermordet wurden. Selbst Kinder wurden bei lebendigem Leib verbrannt. 251 Menschen wurden damals verschleppt, viele vergewaltigt und gefoltert.

Seither hat die Hamas weitere Massaker im Stil des 7. Oktobers angekündigt. Nur enormer militärischer Druck hat die Terroristen dazu gebracht, dem Waffenruheabkommen zuzustimmen, das derzeit umgesetzt wird.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Laut Polizei Berlin kam es »zu möglicherweise strafbaren Ausrufen für in Deutschland verbotene Terrororganisationen«. Aufnahmen des Aufmarsches würden nun ausgewertet. Auf X gab die Behörde bekannt, Dokumentationen würden durch den Staatsschutz beim Landeskriminalamt vorgenommen.

Wegner prüft Versammlungsverbot

Während der Demonstration wurden »Bild« zufolge nur drei Personen zur Feststellung der Personalien vorübergehend festgenommen. Zwei Anzeigen wegen Beleidigung wurden bisher erstattet.

Lesen Sie auch

Kai Wegner (CDU), der Regierende Bürgermeister von Berlin, lässt aufgrund der antisemitischen Demonstration Versammlungsverbote prüfen.

»Wenn bei Demonstrationen in Berlin solche menschenfeindlichen und antisemitischen Parolen gerufen werden, erschüttert mich dies zutiefst«, erklärte er gegenüber »Bild«. »Die Berliner Polizei und Justiz werden auch in diesem Fall mit aller Härte des Rechtsstaates gegen die mutmaßlichen Straftäter vorgehen«, versprach er. im

Iran

Ist Modschtaba Chamenei noch am Leben?

Äußerungen aus dem Umfeld der Regierung von Präsident Masoud Peseschkian lassen aufhorchen

 10.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  10.08.2026

Bayern

Erneut Ermittlungen gegen Aiwangers Ex-Lehrer

Vor drei Jahren rüttelte die Flugblattaffäre um Hubert Aiwanger die bayerische Landespolitik heftig durcheinander. Viele haben das schon wieder vergessen. Nicht so die Staatsanwaltschaft Regensburg

 10.08.2026

Meinung

Renten: Her mit der aufrichtigen Debatte!

Eine Reform, die lediglich das Bestehende in noch teurer absichert, löst das Problem nicht

von Günter Jek  10.08.2026

Magdeburg

Sachsen-Anhalt: AfD und BSW legen zu

Die Rechtsaußenpartei baut ihren Vorsprung in Sachsen-Anhalt einer neuen Umfrage zufolge weiter aus. Die Wagenknecht-Partei wiederum könnte zum entscheidenden Machtfaktor werden

 10.08.2026

Berlin

Ron Prosor unterstützt deutsche Olympia-Bewerbung

»Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wären ein starkes Zeichen. Nicht trotz seiner Geschichte, sondern gerade wegen seiner Geschichte«, sagt der israelische Botschafter

 10.08.2026

Interview

»Aufklärung im Hier und Jetzt«

Marina Müller über antisemitismuskritische Bildungsarbeit, die Rolle von Lehrern und das neue Projekt von »Zeugen der Zeitzeugen«

von Leon Stork  10.08.2026

Berlin

Bund gibt mehr Geld für Gedenkstätten

Die deutschen Gedenkstätten erhalten von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mehr Fördermittel - für Projekte, aber auch für den Schutz der Orte und Mitarbeiter.

 10.08.2026

Washington D.C.

Trump ernennt jüdischen Juristen zum neuen Rechtsberater des Weißen Hauses

»Will ist hart, stark und klug! Er liebt auch unser Land und respektiert das Gesetz«, sagt der amerikanische Präsident

 10.08.2026