Thüringen

Einsatzkosten nach Rechtsrock-Konzert

Rechtsrock-Festival in Themar in Thüringen, Juli 2019 Foto: dpa

Die Thüringer Polizei hat einem Medienbericht zufolge einem rechtsextremen Konzertveranstalter die Kosten für einen Einsatz in Rechnung gestellt.

Die Landespolizeidirektion habe bestätigt, dass im Fall einer aufgelösten Veranstaltung im Juli vergangenen Jahres in Eisenach die Einsatzkosten von rund 25.800 Euro geltend gemacht werden, berichtete MDR Thüringen am Sonntag in Erfurt.

Veranstalter Der Bescheid sei Anfang Oktober an den damaligen mutmaßlichen Veranstalter, den NPD-Funktionär Sebastian S., geschickt worden, heißt es weiter in dem Bericht. Dieser soll als Veranstalter in der
Thüringer NPD-Zentrale in Eisenach die als privat deklarierte Feier
organisiert haben.

Die Polizei hatte das Konzert damals aufgelöst, weil es sich aus ihrer Sicht um eine öffentliche Veranstaltung handelte, die nicht angemeldet war. Bei dem Einsatz kam es den Angaben zufolge auch zu Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und der Polizei.

Das Verwaltungsgericht Meiningen bestätigte gegenüber MDR Thüringen, dass S. gegen den Kostenbescheid Klage eingereicht habe. Bisher sei über diese aber noch nicht entschieden worden. epd

Kommentar

 »Nie wieder!« ist eine grenzüberschreitende Daueraufgabe

Die Antisemitismus-Konferenz in St. Gallen macht klar: Judenhass macht vor Grenzen nicht halt und muss entsprechend bekämpft werden

von Jonathan Kreutner  11.02.2026

Washington D.C.

US-Regierung erwägt Beschlagnahmung iranischer Öltanker

Das Vorhaben gilt als Teil einer verschärften Sanktionsstrategie, mit der die Vereinigten Staaten Irans wichtigste Einnahmequelle ins Visier nehmen

 11.02.2026

Übersicht

Von Adel bis Politik: Das »Who is Who?« der Epstein-Akten

Der US-Multimillionär und Pädokriminelle Jeffrey Epstein verkehrte in höchsten Kreisen. Die nun veröffentlichten Akten bringen viele in Bedrängnis - dabei hatte nicht jeder direkt mit Epstein zu tun

 11.02.2026

Diplomatie

Felix Klein soll Botschafterposten bekommen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung wird nach Informationen von »Table.Briefings« im Sommer die Leitung der Vertretung der Bundesrepublik bei der OECD in Paris übernehmen

 11.02.2026

Meinung

Sprachrohr der Hamas, Maulheldin der Vereinten Nationen

Wieder einmal macht Francesca Albanese mit ungeheuerlichen Äußerungen von sich reden. Doch Europas Politiker bleiben seltsam still

von Michael Thaidigsmann  11.02.2026

Nahost

Netanjahu mit Iran-Agenda in Washington – Gaza bleibt Streitpunkt

Der israelische Ministerpräsident will dem US-Präsidenten darlegen, welche Bedingungen aus seiner Sicht für ein Abkommen unverzichtbar sind, um Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten zu gewährleisten.

 11.02.2026

Paris

13-jähriger Jude mit Messer bedroht und beraubt

Die jugendlichen Angreifer beschimpften das Opfer als »schmutziger Jude« und sollen ihm ein Messer an die Kehle gehalten haben

 11.02.2026

Sydney/Canberra

Herzog in Australien: »Habt keine Angst, steht mit Stolz zu eurem Judentum«

Herzog spricht von einer weltweiten Welle judenfeindlicher Stimmung, die auch Länder treffe, die lange als sicherer Zufluchtsort gegolten hätten

 11.02.2026

Besuch

Klöckner in Israel: »Komme als Freundin«

Julia Klöckner besucht erstmals als Bundestagspräsidentin Israel. Sie will auch kritische Themen ansprechen

 10.02.2026