Projekt

Eine wunderbare Freundschaft

Am Montagvormittag würdigte Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue das zehnjährige Bestehen von ConAct – des Koordinierungszentrums Deutsch-Israelischer Jugendaustausch. Auf Initiative von Wulffs Amtsvorgänger Johannes Rau ins Leben gerufen, fördert ConAct aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums pro Jahr mehrere Hundert Austauschprojekte zwischen beiden Ländern.

Der deutsch-israelische Jugendaustausch, der schon weit älter ist als ConAct, ist für Wulff eine »Erfolgsgeschichte«. »Das Fundament der einzigartigen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel bleibt der verantwortliche Umgang mit dem, was war und diese Beziehungen immer prägen wird«, sagte der Bundespräsident vor den etwa 200 Gästen, darunter zahlreiche Bundestagsabgeordnete.

Verständigung Mehrere Jugendliche aus Deutschland wie aus Israel stellten bei dem Festakt ihre gemeinsamen Begegnungs- oder Verständigungsprojekte vor und erzählten von ihren Erfahrungen als Austauschschüler im jeweiligen Partnerland. Dabei berichteten sie durchgehend von den intensiven Freundschaften, die sie untereinander geschlossen hatten.

Sowohl der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, als auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) betonten in ihren Ansprachen, dass solche Freundschaften »nicht selbstverständlich« sind. Vor allem, dass deutsche Jugendliche in Israel willkommen geheißen würden, sei »angesichts dessen, was Deutsche Juden angetan haben, nicht selbstverständlich, sondern ein Wunder«, so Schröder. (ja)

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