Diplomatie

»Eine grausame Tragödie«

Der iranische Auflenminister Mohamad Dschawad Sarif bei der 50. Sicherheitskonferenz in München Foto: dpa

Irans Außenminister Mohammed Jawad Zarif hat in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Phönix die Schoa verurteilt. »Es war eine grausame Tragödie des Umbringens, das darf nie wieder vorkommen«, sagte Zarif. Der Außenminister wurde im Berliner Hotel Adlon interviewt, das nur wenige Meter vom Denkmal für die ermordeten Juden Europas, entfernt liegt. Zarif sagte weiter: »Wir haben nichts gegen Juden und den größten Respekt für sie innerhalb und außerhalb Irans. Wir fühlen uns durch niemanden bedroht.«

Phönix hatte Zarif, der seit August 2013 im Amt ist, war zu einem »Kamingespräch« geladen, das Interview führte der stellvertretende Chefredakteur des ZDF, Elmar Theveßen.

Kundgebung Am Wochenende hatte Zarif an der Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen. Am heutigen Montag war der iranische Außenminister unter anderem Gast bei der Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin. Das Bündnis »STOP THE BOMB« hatte dort zu einer Kundgebung »gegen die Rede des Terrorpaten Zarif« aufgerufen.

Die Äußerungen des Teheraner Ministers werden von etlichen Beobachtern als Teil einer Annäherungsstrategie an den Westen interpretiert. ja

Nahost

Iran lehnt Beschränkungen des Atomprogramms ab

US-Präsident Trump hatte dem Mullah-Regime mit einem Militärschlag gedroht, sollte es sich einem Nuklear-Abkommen verweigern

 28.01.2026

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen, aber dennoch die Mehrheit darstellen«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

Volker Beck, der Präsident der Organisation, erklärt, die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen

 28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USA kündigen mehrtägige Militärübungen im Nahen Osten an

US-Präsident Donald Trump spricht von einer »schönen Armada«, die sich in der Nähe Irans befinde

 28.01.2026

New York

UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch

»Der Holocaust begann nicht mit den Gaskammern. Er begann mit Worten, Hetze, Propaganda, Witzen, Anschuldigungen und Gleichgültigkeit«, sagt Sara Weinstein

 28.01.2026

New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Der Angreifer soll das Opfer antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen haben

 28.01.2026