Diplomatie

»Eine grausame Tragödie«

Der iranische Auflenminister Mohamad Dschawad Sarif bei der 50. Sicherheitskonferenz in München Foto: dpa

Irans Außenminister Mohammed Jawad Zarif hat in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Phönix die Schoa verurteilt. »Es war eine grausame Tragödie des Umbringens, das darf nie wieder vorkommen«, sagte Zarif. Der Außenminister wurde im Berliner Hotel Adlon interviewt, das nur wenige Meter vom Denkmal für die ermordeten Juden Europas, entfernt liegt. Zarif sagte weiter: »Wir haben nichts gegen Juden und den größten Respekt für sie innerhalb und außerhalb Irans. Wir fühlen uns durch niemanden bedroht.«

Phönix hatte Zarif, der seit August 2013 im Amt ist, war zu einem »Kamingespräch« geladen, das Interview führte der stellvertretende Chefredakteur des ZDF, Elmar Theveßen.

Kundgebung Am Wochenende hatte Zarif an der Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen. Am heutigen Montag war der iranische Außenminister unter anderem Gast bei der Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin. Das Bündnis »STOP THE BOMB« hatte dort zu einer Kundgebung »gegen die Rede des Terrorpaten Zarif« aufgerufen.

Die Äußerungen des Teheraner Ministers werden von etlichen Beobachtern als Teil einer Annäherungsstrategie an den Westen interpretiert. ja

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