Diplomatie

»Eine grausame Tragödie«

Der iranische Auflenminister Mohamad Dschawad Sarif bei der 50. Sicherheitskonferenz in München Foto: dpa

Irans Außenminister Mohammed Jawad Zarif hat in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Phönix die Schoa verurteilt. »Es war eine grausame Tragödie des Umbringens, das darf nie wieder vorkommen«, sagte Zarif. Der Außenminister wurde im Berliner Hotel Adlon interviewt, das nur wenige Meter vom Denkmal für die ermordeten Juden Europas, entfernt liegt. Zarif sagte weiter: »Wir haben nichts gegen Juden und den größten Respekt für sie innerhalb und außerhalb Irans. Wir fühlen uns durch niemanden bedroht.«

Phönix hatte Zarif, der seit August 2013 im Amt ist, war zu einem »Kamingespräch« geladen, das Interview führte der stellvertretende Chefredakteur des ZDF, Elmar Theveßen.

Kundgebung Am Wochenende hatte Zarif an der Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen. Am heutigen Montag war der iranische Außenminister unter anderem Gast bei der Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin. Das Bündnis »STOP THE BOMB« hatte dort zu einer Kundgebung »gegen die Rede des Terrorpaten Zarif« aufgerufen.

Die Äußerungen des Teheraner Ministers werden von etlichen Beobachtern als Teil einer Annäherungsstrategie an den Westen interpretiert. ja

Krieg

Trump droht Iran: »Jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!«

Der US-Präsident sieht die iranischen Streitkräfte am Boden und droht dem Land einmal mehr. Teheran habe die Chance für einen Deal verpasst

 10.06.2026

München

Anklage nach Angriff auf israelisches Konsulat

Ein 24-Jähriger wirft Steine auf die Einrichtung und löst mit einem verdächtigen Rucksack einen größeren Polizeieinsatz aus. Weshalb ihn Ermittler vor Gericht sehen wollen

 10.06.2026

Brandenburg

Goebbels-Villa könnte Zentrum gegen Extremismus werden

Das alte Haus nördlich von Berlin verfällt seit Jahren. Jetztsoll daraus ein Ort gegen Antisemitismus werden

 10.06.2026

Meinung

So macht man Stimmung

Die deutsche Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah ist unterkomplex und einseitig. Über die wahren Interessen der Libanesen wird dabei hinweggegangen

von Ahmad Mansour  10.06.2026

USA

Trump wird 80: Verpufft seine Macht?

Seine Amtszeit ist geprägt von einem medialen Dauerfeuer: Überall Trump, Trump, Trump. Doch vor seinem 80. Geburtstag ist der Präsident eher zurückhaltend. Er hat inzwischen nicht nur ein Problem

von Anna Ringle  10.06.2026

Washington D.C.

Trump stellt Netanjahus politische Zukunft infrage

»Er hatte eine erstaunliche Karriere«, sagt der amerikanische Präsident. »Will er weitermachen?«

 10.06.2026

Berlin

»Wenn Alice Weidel Kanzlerin wird, bin ich weg!« 

Der Kabarettist Dieter Nuhr sagt, er halte es für einen Fehler, die AfD politisch konsequent auszuschließen. Die Dämonisierung der Partei habe ihr eher genützt

 10.06.2026

New York

Kongress-Kandidat kritisiert Israel-Fokus im Wahlkampf

Der jüdische Demokrat Micah Lasher sagt, er sei »erschöpft« davon, wie stark der jüdische Staat den politischen Diskurs dominiere

 10.06.2026

Gaza

UN-Bericht: Hamas richtet Dutzende Palästinenser hin und verstümmelt sie

Das Hochkommissariat für Menschenrechte dokumentiert in einer Untersuchung Hunderte Fälle sogenannter extralegaler Strafen

 10.06.2026