Nachrichten

Ehrung, Al Jazeera, »Die Rechte«

Bundeskanzlerin Angela Merkel Foto: imago images / Emmanuele Contini

Ehrung für Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhält 2020 die Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Die Medaille soll am 8. März 2020 in Dresden zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit übergeben werden. Bisherige Preisträger sind unter anderen Joschka Fischer, Daniel Barenboim und Peter Maffay.  ja

Al Jazeera und die Schoa

Der TV-Sender Al Jazeera hat ein Video gezeigt, in dem Israel als »größter Gewinner« der Schoa bezeichnet wird.Juden seien nur ein Teil der Opfer gewesen, aber durch ihre große Macht hätten sie dafür gesorgt, als die eigentlichen Opfer zu erscheinen. Nach heftiger Kritik suspendierte Al Jazeera zwei Mitarbeiter.  ja/dpa

Barley zur Juristenausbildung

Justizministerin Katarina Barley (SPD) setzt sich für die Schaffung von Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften ein, die »gezielt gegen Hass und Gewalt gegen Juden vorgehen«. Bei der Ausbildung von Richtern und Staatsanwälten solle eine einheitliche Definition von Antisemitismus verwendet werden. Barley ist auch Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl.  ja

Beauftragte gegen »Die Rechte«

Die Antisemitismusbeauftragten von Bund und Ländern kritisieren Plakate der rechtsextremen Partei »Die Rechte« zur Europawahl, auf denen »Israel ist unser Unglück« steht. »Eine solche bewusste Anknüpfung an die Propaganda der Nationalsozialisten ist in Deutschland nicht hinnehmbar«, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.  ja/dpa

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026

Extremismus-Bericht

Auschwitz Komitee macht AfD für gestiegenen Rechtsextremismus verantwortlich

Die Zahl der Extremisten in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz weiter gestiegen. Dafür macht das Komitee vor allem die AfD verantwortlich

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportlerinnen und Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Berufung

Hamburg hat wieder eine Beauftragte gegen Antisemitismus

Nach Monaten der Vakanz ist das Amt wieder besetzt: Anna von Villiez wird Hamburgs neue Beauftragte gegen Antisemitismus. Ein Rechtsstreit hatte die Auswahl verzögert

von Michael Althaus  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Interview

»Soziale Medien sind Brandbeschleuniger für Judenhass«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Am Dienstagabend zog er auf einem Podium in Berlin Bilanz. Im Interview blickt er zusätzlich auch auf Persönliches

von Leticia Witte  30.06.2026