Meinung

Dummheit kommt vor IQ-Test

Sehr geehrter Herr Peter Trapp, sehr geehrter Herr Markus Ferber, Sie sind Unionspolitiker, CDU-Mitglied der eine, CSU-Mann der andere. Sie stehen also mitten im Leben. Darf ich Ihnen eine kleine Frage stellen? Danke. Von wem stammt die Formulierung: »Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger«? Sie werden vielleicht kurz grübeln und sich wünschen, die Google-Suchmaschine stünde parat. Tja, das geht leider nicht. Es handelt sich hier um einen IQ-Test nebst Abfragen von Allgemeinwissen. Hilfsmittel sind nicht zulässig. Schade, null Punkte. Aber sie bekommen die Auflösung: Es war Kurt Tucholsky, einst ein bekannter Journalist und Schriftsteller. Ein Deutscher übrigens. Jetzt werden Sie einwenden, nicht jeden kennen zu müssen. Recht haben Sie. Doch das Zitat kam mir in den Sinn, als ich von Ihrer Forderung (ein Missverständnis, sagen Sie) hörte, Intelligenztests für Zuwanderer einzuführen. Denn das erscheint mir bestenfalls, gestatten Sie dieses Wort, dumm. Oder wollen Sie mir weismachen, Ihr Vorschlag sei etwas anderes als diskriminierende Stimmungsmache à la Thilo Sarrazin? Ich halte es lieber mit Konrad Adenauer, den Sie sicherlich kennen: Ist es nicht schrecklich, dass der menschlichen Klugheit so enge Grenzen gesetzt sind und der menschlichen Dummheit überhaupt keine? Mit freundlichen Grüßen

Brüssel

Überwachungsbehörde nimmt Europapartei der AfD ins Visier

Verstößt die Europapartei, zu der auch die »Alternative« gehört, gegen Grundwerte der EU? Die zuständige Behörde sieht Hinweise auf problematisches Vorgehen in Mitgliedsparteien. Kommt ein Verfahren?

von Valeria Nickel  29.05.2026

Beirut

Entwaffnung der Hisbollah - ein unmögliches Unterfangen?

Seit mehr als zwei Jahren attackiert die Hisbollah Israel. Die Regierung in Jerusalem will eine Entwaffnung der Terrororganisation. Doch geht das?

 29.05.2026

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Kiel

Mehr als 400 antisemitische Vorfälle im Norden gemeldet

»Die massiven Konsequenzen (...) sind Ausdruck eines wachsend gesamtgesellschaftlich antisemitischen Grundrauschens, das wir seit 2023 beobachten müssen«, so die Dokumentationsstelle Antisemitismus

 29.05.2026

New York

Streit um Bericht zu sexueller Gewalt: WJC kritisiert UN scharf

Narrative, die Israel pauschal delegitimierten, seien problematisch, so der Jüdische Weltkongress. Die ursprünglichen Gründungsideale der Vereinten Nationen müssten wieder in den Mittelpunkt rücken

 29.05.2026

Interview

»Ohne den Mossad wäre ich vermutlich schon unter der Erde«

Das iranische Regime wollte Volker Beck ermorden lassen. Im Gespräch erzählt der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, wie der Anschlagsplan sein Leben verändert hat und was sich seiner Meinung nach nun ändern muss

von Leon Stork  29.05.2026

Berlin

Gutachten zweifelt an Vorstoß gegen Leugnung des Existenzrechts Israels

Hessen will über den Bundesrat erreichen, dass die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe gestellt wird. Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag erhebt Bedenken

 29.05.2026

Colorado Springs

JD Vance: USA und Iran kurz vor Einigung

Es sei noch zu früh, um zu sagen, »wann oder ob« die USA und der Iran die Verhandlungen erfolgreich abschließen könnten, sagt der Vizepräsident

 29.05.2026

Toronto

Vermisste 14-Jährige Esther wohlbehalten aufgefunden

Das jüdische Mädchen ist wieder bei seiner Familie. Die Jugendliche wurde in einem Wohnhaus entdeckt

 29.05.2026