Stuttgart

Drei mutmaßliche Islamisten wegen Terrorplänen festgenommen

Foto: picture alliance / dpa

Drei Männer aus Mannheim und dem hessischen Hochtaunuskreis sind unter dem Verdacht verhaftet worden, einen islamistisch motivierten Anschlag geplant zu haben. Sie sollen sich dafür unter anderem ein Sturmgewehr und Munition beschafft haben, wie das baden-württembergische Landeskriminalamt mitteilte.

Die deutsch-libanesischen Brüder aus Mannheim sind demnach 15 und 20 Jahre alt, der Deutschtürke aus Hessen ist 22 Jahre alt.

Im Zusammenhang mit den Brüdern sprachen die Ermittler von einer gefestigten religiösen Ideologie und einer »tiefgreifenden Sympathie« für die Terrorvereinigung Islamischer Staat (IS)». Das Sturmgewehr sei bei dem 22-Jährigen gefunden worden.

Lesen Sie auch

Sturmhaube und Schutzweste

Die drei jungen Männer seien in einer länderübergreifenden Zusammenarbeit von Spezialkräften in ihren Wohnungen festgenommen worden. Sie seien am Montag einem Haftrichter beim Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt worden, der die Untersuchungshaft angeordnet habe.

Bei den Durchsuchungen seien auch eine Sturmhaube, eine taktische Schutzweste, mehrere Messer sowie diverse Mobiltelefone und Datenträger sichergestellt worden. Diese würden nun ausgewertet.

Eine konkrete Gefährdung habe für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonten die Ermittler. dpa

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung

von Michael Thaidigsmann  29.06.2026

Streit

Verhandeln die USA und Iran am Dienstag?

US-Präsident Donald Trump behauptet, dass ein Treffen in Doha geplant sei. Doch die iranische Regierung äußert sich nur vage

 29.06.2026

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 29.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Nahost

So versuchen die USA und Iran vor dem Deal, Fakten zu schaffen

Am Dienstag sollen sich Vertreter beider Länder zu Verhandlungen treffen. Bis dahin versuchen beide Seiten, ihre Position zu stärken

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  28.06.2026 Aktualisiert

New York

Hamas-Unterstützerin Aber Kawas gewinnt Vorwahlen in New York

Die palästinensisch-amerikanische Demokratin machte den Nahost-Konflikt und soziale Fragen zum Kernthema ihres Wahlkampfes

von Imanuel Marcus  28.06.2026