documenta

Kulturausschuss des Bundestags beschäftigt sich mit Antisemitismus-Skandalen

In der Kritik: Kulturstaatsministerin Claudia Roth und documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann (r.) Foto: IMAGO/Rüdiger Wölk

Der Kulturausschuss des Bundestages wird sich in seiner nächsten Sitzung kommende Woche mit den Antisemitismus-Skandalen auf der Kasseler documenta befassen. Das teilte die Ausschussvorsitzende, die SPD-Abgeordnete Katrin Budde, der Jüdischen Allgemeinen auf Nachfrage mit. Die Sitzung am 6. Juli wird öffentlich sein, für die Anhörung und Aussprache ist laut Budde eine Stunde vorgesehen.

GÄSTE Neben documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann sowie Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis90/Die Grünen) seien auch Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland und des indonesischen Kuratoren-Kollektivs ruangrupa sowie »möglicherweise weitere Gäste zur Sitzung« eingeladen, teilte Budde in einer E-Mail an diese Zeitung mit.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Ein Werk des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi hatte wegen einer massiv antisemitischen Bildsprache für die Welle der Empörung gesorgt, am Dienstagabend vergangener Woche war das Banner entfernt worden. Nun sollen auch die übrigen documenta-Ausstellungsstücke mit Blick auf den Antisemitismus-Eklat in Augenschein genommen werden.

Bereits im Vorfeld der Weltkunstschau in Kassel war heftige Kritik an der politischen Haltung einiger Kuratoren und Akteure geübt worden, weil sie der – laut Bundestagsbeschluss von 2019 antisemitischen – BDS-Bewegung nahestehen. Diese setzt sich für einen Boykott Israels ein. Zur documenta fifteen sind keine jüdischen Künstler aus Israel eingeladen. ag/mth

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt-Wahl

Nach AfD-Sieg: Cem Özdemir rief jüdische Gemeinden an

Der Ministerpräsident versicherte, dass sie in Baden-Württemberg nicht auf gepackten Koffern sitzen müssten

 10.09.2026

Bayern

Jugendlicher bestreitet Anschlagspläne auf Synagoge

Ein 16-Jähriger steht in Augsburg wegen Planung eines Anschlags vor Gericht. Ihm werden schwere Straftaten vorgeworfen. Das Verfahren läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit

 10.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Krieg

Iran bereit für »Blitzoffensive«

Die iranische Militärführung betont ihre Bereitschaft zu schnellen Einsätzen im ganzen Land. Was Kommandeur Hassansadeh über Motivation und Strategie sagt

 10.09.2026

Erinnerung

Gedenkstätten-Leiterin wünscht sich stärkere Wirkung in Gesellschaft

Die Angebote von Gedenkstätten müssen nach Ansicht der niedersächsischen Stiftungsgeschäftsführerin Elke Gryglewski verständlicher werden. Sie fordert neue Zugänge zum Blick auf die NS-Zeit für breite Bevölkerungsschichten

von Charlotte Morgenthal  10.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern

SPD nähert sich in Umfragen der AfD

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig präsentiert sich im Landtagswahlkampf als »die Frau gegen Blau«. In den Umfragen legt sie zu

 10.09.2026

Aufruf

Jüdische und christliche Jugendorganisationen warnen vor der AfD

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen: Auf den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt könnte bald ein zweiter in Mecklenburg-Vorpommern folgen. Die Sorge darüber vereint junge Menschen christlicher und jüdischer Herkunft

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt

Charlotte Knobloch: »Die AfD ist rechtsextrem«

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern äußert sich »bis ins Tiefste entsetzt« über den AfD-Wahlerfolg und plädiert erneut für ein Verbotsverfahren gegen die Partei

 10.09.2026