Meinung

Die Sitten sind zu roh!

Der Bundespräsident ist (politisch) tot! Es lebe der Bundespräsident! Die jüdische Gretchenfrage, ob der Nachfolger oder die Nachfolgerin gut ist für die Juden, ist verständlich. Doch der historische Verstand sagt: Gut ist für »die Juden«, was für die Allgemeinheit gut ist. Immer schlechter, weil ruppiger, rücksichtsloser und roher wird die politische Kultur (nicht nur) dieses Landes. Sicher, Weltkrisen wie jetzt sind keine Kuschelzeiten. Gerade deshalb muss beachtet werden: Verbale Verdammung und Gewalt sind die Vorstufe zu physischer Gewalt und Vernichtung. So weit sind wir, gottlob!, noch lange nicht. Aber die Zeichen sind unübersehbar: Nicht nur deutsche Dünnhäuter wie Horst Köhler und Margot Käßmann, auch Dickhäuter wie Roland Koch werfen das Handtuch. Das ist ein Alarmzeichen. In einer Demokratie muss man auch einstecken können. Das Austeilen wird jedoch immer häufiger zur nationalen, brutalen Kampagne, der viele nicht gewachsen sind. Nicht nur die Spitze unseres Staates muss erneuert werden, auch unser aller Stil.

Standpunkt

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Meinung

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Meinung

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von Sabine Brandes  27.02.2026

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

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Analyse

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Washington D.C.

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Erst Ex-Außenministerin Hillary Clinton, nun ihr Mann, Bill Clinton: Erstmals seit mehr als 40 Jahren sagt heute ein Ex-Präsident vor dem US-Kongress aus

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Ehrung

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Sachsens Ministerpräsident Kretschmer überreicht am Dienstag mehrere Bundesverdienstkreuze. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste deutsche Anerkennung für Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen

 27.02.2026

Schmähplastik

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt die Eingabe eines jüdischen Rentners für unzulässig. Die Entscheidung ist endgültig

 27.02.2026

Montréal

Bericht über IDF-Soldaten als Gastredner an jüdischen Schulen löst Angst aus

Kritiker argumentieren, öffentlich geförderte Schulen dürften während eines Krieges keine Plattform für militärnahe Beiträge bieten. Eltern sorgen sich eher darum, dass die Schulen ihrer Kinder bloßgestellt worden seien

 27.02.2026