München

Claims Conference will Bayern an »Restitutions-Quote« messen

Rüdiger Mahlo Foto: Benyamin Reich

Die Claims Conference für die Entschädigung und Unterstützung jüdischer NS-Opfer will die vom bayerischen Kunstminister Markus Blume (CSU) angekündigten Restitutions-Pläne für NS-Raubkunst kritisch begleiten. »Bayern kann das beschädigte Vertrauen nur dann wiederherstellen, wenn es konsequent und transparent mit seinen Verdachtsfällen von NS-Raubkunst umgeht«, sagte Rüdiger Mahlo von der Claims Conference in Europa am Donnerstag. Man werde den Erfolg von Blumes Ankündigungen »an der Restitutions-Quote« messen.

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Blume hatte am Mittwoch mitgeteilt, den bisherigen Direktor der Staatsgemäldesammlungen Bernhard Maaz an das Zentralinstitut für Kunstgeschichte zu versetzen. Die Interims-Leitung übernimmt der frühere Münchner Kulturreferent Anton Biebl. Der Kunstminister kündigte Maßnahmen an, um Missstände bei den Staatsgemäldesammlungen aufzuklären, die vor wenigen Wochen durch eine von Medienberichten ausgelöste Debatte um den Umgang mit NS-Raubkunst in den Staatsgemäldesammlungen offenbar geworden waren. Es gehe dabei nicht nur um die ungeklärte Herkunft von Gemälden, sondern auch um »persönliches Fehlverhalten und womöglich Organisationsversagen«, sagte Blume. epd

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