Peking

China und Palästinenser verkünden Partnerschaft

Chinas Präsident Xi Jinping (r.) mit Mahmud Abbas Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas ist am Mittwoch zu Gesprächen mit Chinas Staatschef Xi Jinping zusammengekommen. Die beiden Politiker kündigten bei ihrem Treffen in der Großen Halle des Volkes in Peking den Beginn einer strategischen Partnerschaft an, wie das chinesische Außenministerium in einer Stellungnahme bekanntgab. Weitere Einzelheiten dazu waren zunächst nicht bekannt.

Für den 87-jährigen Abbas ist es der erste Besuch in China seit 2017. Im Vorfeld seiner Anreise hatte das chinesische Außenministerium erklärt, Peking sei bereit, in den Beziehungen zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und der israelischen Regierung zu vermitteln. Man unterstütze eine rasche Wiederaufnahme der Friedensgespräche auf der Grundlage der Zweistaatenlösung, hieß es.

Die Führung der Palästinenser hat bisher alle Friedensabkommen abgelehnt, inklusive derer, die einen palästinensischen Staat möglich gemacht hätten. Abbas räumt offen ein, dass seine Behörde den Familien von »Märtyern« Gehälter bezahlt. Es handelt sich um Terroristen, die israelische Zivilisten ermordeten. Auch verbreitet Abbas regelmäßig Verschwörungstheorien über Israel und relativiert die Schoa. dpa/ja

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Keine Geschäfte mit »Judensternen«

Schoa-Überlebende waren entsetzt, als ein Auktionshaus persönliche Gegenstände von NS-Opfern versteigern wollte. Der Bundesrat hat nun ein Gesetz auf den Weg gebracht, um das zu verbieten. Gut so!

von Christoph Heubner  23.06.2026

München

Bayern will keine antisemitischen Straftäter an Hochschulen dulden

Antisemitische Straftaten haben bundesweit stark zugenommen. Für rechtskräftig verurteilte Hochschulangehörige plant die Regierung in Bayern zusätzliche Sanktionen. Die Grünen sorgen sich um die Meinungsfreiheit

von Christoph Renzikowski  23.06.2026

Linken-Parteitag

Sie nennen es jetzt einen Genozid

In Potsdam verschärfte Die Linke ihre Position zu Israel, betonte in ihren Beschlüssen aber auch den Schutz jüdischen Lebens. Kritiker werfen der Partei vor, nur Lippenbekenntnisse abzugeben

von Michael Thaidigsmann  23.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Genf

Iran widerspricht Vance: Keine Einigung zu Atom-Inspektoren

Ein iranischer Botschafter stellt klar: Es gibt noch kein grünes Licht für die IAEA. Auch in Hinblick auf die Verwendung von eingefrorenen iranischen Vermögenswerten äußert er sich anders als der US-Vizepräsident

 23.06.2026

New York

Mamdani nennt pro-israelische Lobbygruppe »Monster«

New Yorks Bürgermeister verteidigt seine Wortwahl. Der demokratische Abgeordnete Josh Gottheimer wirft ihm vor, Judenhass salonfähig zu machen

 23.06.2026

Washington D.C.

Rubio spricht mit Golfstaaten über Iran-Abkommen

Der US-Außenminister hat sich bislang nur zurückhaltend zu Trumps Iran-Deal geäußert. Steht er wirklich dahinter?

 23.06.2026

Luzern/Teheran

Vance: Iran will IAEA-Inspektoren zulassen – Zeitplan offen

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Der amerikanische Vizepräsident sagt, wie amerikanische Bauern profitieren sollen

 23.06.2026