Iran/Israel/Gaza

Chamenei lobt erneut Kampf gegen Israel

Ayatollah Ali Chamenei Foto: picture alliance / abaca

Iran/Israel/Gaza

Chamenei lobt erneut Kampf gegen Israel

Der Revolutionsführer zieht erneut über den jüdischen Staat her

 03.06.2024 12:08 Uhr

Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei hat den Krieg islamistischer Gruppen gegen Israel erneut gelobt. »Eine Armee, die für sich beansprucht, eine der stärksten der Welt zu sein, hat in ihrem eigenen Land versagt«, sagte das Staatsoberhaupt am Montag vor Tausenden Anhängern.

Der Gaza-Krieg habe das »zionistische Regime auf einen Weg gebracht, der nur in Verfall und Zerstörung enden wird«, sagte der Religionsführer weiter. Chamenei hielt die Rede anlässlich des 35. Todestags von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini in dessen Mausoleum im Süden der Hauptstadt Teheran.

Auslöser des Gaza-Krieges war der Terrorüberfall der palästinensischen Terrororganisation Hamas, die von Teheran finanziert wird, am 7. Oktober in Israel. 1200 Menschen wurden ermordet und 250 entführt. Israel kämpft seither gegen den Terror, um seine Bevölkerung zu schützen.

Am Rande eines Krieges

Unterdessen reiste der geschäftsführende iranische Außenminister, Ali Bagheri Kani, in das Mittelmeerland Libanon nördlich von Israel.

Sein Vorgänger, Hussein Amirabdollahian, der bei einem Helikopter-Unfall mit Präsident Ebrahim Raisi ums Leben gekommen war, hatte Beirut seit Beginn des Gaza-Kriegs mehrfach besucht und sich dort auch mit ranghohen Vertretern der schiitischen Hisbollah und dem Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) getroffen.

Seit der Revolution von 1979 gelten die USA und Israel als Erzfeinde der Islamischen Republik Iran. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete den Iran in der Vergangenheit ebenfalls als »wichtigsten Feind«. Erst vor wenigen Wochen standen beide Länder am Rande eines Krieges. dpa/ja

Berlin

CDU-Präsidium tagt in Chabad-Synagoge

Die Parteispitze will damit ein Zeichen setzen

 01.05.2026

Urteil

Buchhandlungspreis: Gericht untersagt Weimer Extremismus-Äußerung

Die Buchhandlungspreis-Affäre lässt Kulturstaatsminister Weimer nicht los. Die unter Extremismusverdacht geratenen Buchhandlungen wehren sich

 30.04.2026

Washington D.C.

Größter US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen

Erstmals seit Jahrzehnten sind wieder drei US-Flugzeugträger im Nahen Osten - das verkündete das US-Militär vergangene Woche. US-Medien zufolge dürfte sich das aber schon bald wieder ändern

 30.04.2026

Washington D.C.

Trump drängt erneut auf Begnadigung Netanjahus

»Bibi ist ein Premierminister im Krieg. Mit so etwas im Nacken kann er nicht arbeiten«, sagt der amerikanische Präsident

 30.04.2026

Ralf Fischer

Kollegah: Judenhass in Reimform

Warum schweigen alle zu dem offenen Antisemitismus von Felix Blume aka Kollegah?

 30.04.2026

Einspruch

Im Dschungel gestolpert?

Maria Ossowski bedauert den Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson

von Maria Ossowski  30.04.2026

Dominik Krause

Grün und pro Israel

Am 1. Mai tritt der 35-Jährige ein Amt als Oberbürgermeister Münchens an. Wofür steht er? Ein Porträt

von Chris Schinke  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert