Frankfurt

Cem Özdemir erhält den Ignatz-Bubis-Preis

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir Foto: imago

Die Stadt Frankfurt am Main verleiht den Ignatz-Bubis-Preis 2019 an den Bundestagsabgeordneten und früheren Grünen-Chef Cem Özdemir. »Cem Özdemir hat ein außergewöhnliches Engagement und ein stets zukunftsorientiertes Handeln zum Aufbau einer friedlichen Welt mit Offenheit und Toleranz vorgelebt«, erklärte die Stadt am Dienstagabend zur Begründung.

»Er verkörpert damit in hervorragender Weise die Werte, für die sich Ignatz Bubis stets eingesetzt hat«, so die Stadt Frankfurt weiter. Özdemir erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis am Sonntag, 18. August, in der Paulskirche.

»Cem Özdemir verkörpert in hervorragender Weise die Werte, für die sich Ignatz Bubis stets eingesetzt hat.«

Die Begründung der Stadt hebt Özdemirs Engagement für die Integration von Einwanderern hervor. »Die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zu einem weltoffenen und toleranten Land, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Religion miteinander leben, war und ist ihm eine besondere Herzenssache.«

ANTISEMITISMUS Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte das American Jewish Committee Cem Özdemir mit dem »Ramer Award« geehrt. Özdemir wurde damals »für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für liberale Werte« ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer SE, Mathias Döpfner.

Der Springer-Chef lobte Özdemirs unerschrockenes Eintreten gegen Intoleranz und Rassismus sowie seinen steten Einsatz für die Demokratie, insbesondere in einer Zeit, in der die Werte der Freiheit besonders bedroht seien.

WERTE Die Stadt Frankfurt am Main verleiht den Ignatz Bubis-Preis für Verständigung seit 2001 alle drei Jahre an eine Persönlichkeit oder Organisation, »deren öffentliches Wirken in hervorragender Weise im Sinne der von Ignatz Bubis vertretenen Werte gekennzeichnet ist«.

Zu den Preisträgern gehören unter anderem die Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn und das Fritz Bauer Institut. Zuletzt erhielt 2016 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, damals im Amt des Bundesaußenministers, den Preis. epd/ja

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Debatte

Soll die Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen begrenzt werden?

Ein Pro & Contra

von Jessie Katz, Zsolt Balkanyi-Guery  12.06.2026

Berlin

Bundesrat für Verbot von Handel mit Dokumenten von NS-Opfern

»Wir dulden es nicht länger, dass aus dem Leid der NS-Opfer Profit geschlagen wird«, sagt NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne)

 12.06.2026

Ankara

Erdoğan vergleicht Netanjahu erneut mit Hitler

»Wer Hitlers Weg folgt, sollte nicht vergessen, dass sein Schicksal dem anderer Tyrannen in der Geschichte gleichen wird«, erklärt der türkische Präsident in Richtung des israelischen Regierungschefs

 12.06.2026

Debatte

Mario Voigt nutzte KI für Reden zum Holocaust-Gedenken

Ein Portal findet mit KI-Analyse-Werkzeugen Auffälligkeiten in Beiträgen von Thüringens Regierungschef. Wie viel KI darf in einer Rede zum Holocaust-Gedenktag stecken?

 12.06.2026

Berlin

Anne-Frank-Tag: Bildungsstätte sieht Antisemitismus-Flut im Internet

»Wir erleben aktuell, dass sowohl rechtsextreme als auch islamistische und linke Gruppen antisemitisch agieren, antisemitische Narrative aber zugleich in der Mitte der Gesellschaft fest verankert sind«, sagt Deborah Schnabel

 12.06.2026

Brüssel

Kallas vergleicht Israel mit Apartheids-Südafrika

Die EU-Außenbeauftragte wird für ihre Aussage von anderen EU-Diplomaten und -Beamten scharf kritisiert

 12.06.2026

Künstliche Intelligenz

Preiskrieg zwischen Giganten

Sam Altmans OpenAI will den aggressiv wachsende Rivalen Anthropic der Geschwister Daniela und Dario Amodei auf Distanz halten

 12.06.2026

Nahost

Trump stoppt geplante Angriffe auf Iran und spricht von bevorstehender Einigung

Die amerikanischen Streitkräfte sollen bereits weitgehend auf einen Angriff vorbereitet gewesen sein. Drei Stunden vor der geplanten Operation wurde er durch den US-Präsidenten abgesagt

 12.06.2026