Berlin/Mannheim

CDU-Generalsekretär fordert Aktionsplan »Politischer Islam«

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann Foto: picture alliance / dts-Agentur

Angesichts der tödlichen Messerattacke gegen einen Polizisten in Mannheim fordert CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann einen Aktionsplan »Politischer Islam«.

In einem Gastbeitrag in der »Welt« verlangt er, dass islamistische Organisationen verboten werden müssten. Forderungen nach einem Kalifat seien strafrechtlich zu verfolgen. »Wer öffentlich zur Abschaffung unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung aufruft und einen Doppelpass hat, der muss die deutsche Staatsbürgerschaft verlieren.«

Das solle auch für denjenigen gelten, »der auf deutschem Boden islamistischen Terror verbreitet«, so Linnemann. »Und auch wer durch Hasspredigten auffällt, sei es in Moscheen oder im Internet, muss strafrechtlich belangt und abgeschoben werden.« Er könne »Ausreden, dass die Herkunftsländer ihre Leute nicht mehr zurücknehmen«, nicht mehr hören, so der Christdemokrat.

»Der Schutz von Gewalttätern und Terroristen darf nicht länger über den Schutz der eigenen Bevölkerung gestellt werden«, schreibt Linnemann. Bei der Extremismusbekämpfung dürften keine Scheuklappen angelegt werden. Jeglicher Art von Extremismus, sei es rechtsradikal, linksradikal oder islamistisch, dürfe kein Raum gegeben werden. Beim Islamismus sei viel zu lange weggeschaut worden. kna

Diplomatie

Jens Spahn reist nach Israel

Der Unions-Fraktionschef wird am Mittwoch unter anderem Gespräche in der Knesset führen

 03.02.2026

Vorwurf

Büttner kritisiert linken Antisemitismus

Linke glaubten häufig, sie könnten keine Antisemiten sein, sagt Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter. Dieses Selbstbild werde jedoch von der Realität widerlegt

 03.02.2026

Wiesbaden

Letzte Geisel identifiziert - Hessen holt Israel-Flagge ein

Zur Klarheit über das Schicksal aller Verschleppter sagt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU): »Wir hoffen, dass das ein weiterer Schritt zur Befriedung des Nahostkonflikts ist.«

 03.02.2026

Umwidmung

Kein Zeitplan für Yad-Vashem-Straße in Berlin

Nach der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll ein Straßenabschnitt im Herzen von Berlin benannt werden. Bislang ist unklar, wann dies erfolgt

 03.02.2026

USA

Trump will eine Milliarde Dollar von Elite-Uni Harvard

Der Präsident wirft der Fakultät antisemitisches Verhalten vor. Ein Bericht der »New York Times« bringt neuen Schwung in den Streit

 03.02.2026

Teheran

Regime fürchtet Eskalation: US-Schlag könnte Machtapparat ins Wanken bringen

Externer Druck könnte einen erneuten landesweiten Aufstand begünstigen, heißt es aus dem Umfeld hochrangiger Entscheidungsträger im Iran

 03.02.2026

USA

Massiver Anstieg antisemitischer Straftaten in New York

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelt sich die Zahl der durch Judenhass motivierten Taten fast

 03.02.2026

Washington D.C./Teheran

Können Gespräche zwischen den USA und Iran eine Eskalation verhindern?

In den kommenden Tagen könnte es in Istanbul zu hochrangigen Gesprächen über das iranische Atomprogramm kommen. Regionalmächte vermitteln zwischen dem Teheraner Regime und den USA

 03.02.2026

Kommentar

Antisemitismus im »Safe Place«: Die Kunstakademie Düsseldorf macht’s möglich

Eine Kunstakademie sollte Räume für kritisches Denken öffnen - aber nicht für Ideologien, die Menschenfeindlichkeit salonfähig machen

von Nicole Dreyfus  02.02.2026