Erinnerung

Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Foto: imago images / Christian Spicker

Der Bundestag kommt an diesem Mittwoch (11.00 Uhr) zu einer Sondersitzung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zusammen. Anlass ist der jährliche Gedenktag zur Erinnerung an die Befreiung der Überlebenden des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch Soldaten der Roten Armee.

Gastrednerinnen bei der Sondersitzung sind die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, und die Publizistin Marina Weisband. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eröffnet die Gedenkstunde, an der auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnehmen.

Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog proklamiert und auf den 27. Januar festgelegt. An diesem Tag war 1945 das Vernichtungslager Auschwitz im heutigen Polen von sowjetischen Truppen befreit worden.

Die Vereinten Nationen riefen 2005 den 27. Januar als »Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust« aus. Seit 2006 wird er weltweit an zahlreichen Orten begangen. Der Bundestag kommt anlässlich des Gedenktages alljährlich zu einem Staatsakt zusammen, an dem alle Spitzen der Verfassungsorgane teilnehmen.

Bis zum Kriegsende wurden rund sechs Millionen Juden ermordet. In Auschwitz wurden rund 1,1 Millionen Menschen umgebracht. Nach Angaben des Jüdischen Weltkongresses gibt es weltweit heute noch mehrere Hunderttausend Überlebende des Holocaust. dpa/epd

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