Berlin

Bundespräsident entzündet Chanukkakerzen

Kerzenzünden: Bundespräsident Joachim Gauck (r.) und Israels Botschafter Yakov Hadas-Handelsman Foto: Botschaft des Staates Israel in Berlin

Bundespräsident Joachim Gauck und Daniela Schadt waren die Ehrengäste des Chanukkaempfangs, zu dem der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman am Mittwochnachmittag geladen hatte. Gauck entzündete dabei zwei Kerzen des Chanukkaleuchters, nachdem Hadas-Handelsman den traditionellen Segen gesprochen hatte.

Am Empfang in der Residenz des israelischen Botschafters in Berlin nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft teil, darunter auch der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Der Empfang war zugleich offizieller Auftakt für das Jubiläumsjahr 2015, in dem Israel und Deutschland 50 Jahre diplomatische Beziehungen begehen.

wunder Das Lichterfest erinnere an ein Wunder, das dem jüdischen Volk vor über 2000 Jahren in Jerusalem wiederfahren sei, sagte der Botschafter und fügte hinzu, dass auch die Entwicklung der Beziehungen zwischen Israel und Deutschland an ein Wunder grenze. Nach der Schoa habe niemand erwarten können, dass die Bundesrepublik einmal einer der verlässlichsten Partner seines Landes in der Welt sein würde.

Wenn nun im kommenden Jahr auf die Erfolge der Beziehung zurückgeblickt werde, gelte es, gleichzeitig Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln, so Hadas-Handelsman. »Denn auf uns warten noch genügend Herausforderungen – und unzählige Möglichkeiten. Wir behalten immer im Blick, die Einzigartigkeit unserer Beziehungen auch in Zukunft zu bewahren.«

Beziehungen
Der Bundespräsident sagte, dass er ebenso staunend vor dem Wunder der deutsch-israelischen Beziehungen und der Freundschaft beider Länder stehe. Es gebe Gelegenheit zur Rückschau: »Aber viel wichtiger noch: Wir werden nach vorne schauen, wir werden gemeinsam dafür arbeiten, dass unsere besonderen, freundschaftlichen Beziehungen vertieft werden. Deutschland wird immer an der Seite Israels stehen. Freundschaft bewährt sich im Übrigen gerade in schweren Zeiten.«

Er habe sich sehr gefreut, dass Reuven Rivlin im Oktober einer Einladung der deutschen Botschaft in Tel Aviv gefolgt sei. Nun sei er glücklich, den israelischen Präsidenten im Mai auch zum Staatsbesuch in Deutschland begrüßen zu können. ja

Nahost

Italien nimmt als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 14.02.2026

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 200.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 14.02.2026

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026