Erinnerung

Bund fördert vier neue Projekte zur NS-Aufarbeitung

In Nürnberg hielt die NSDAP zwischen 1923 und 1938 ihre sogenannten Reichsparteitage ab. Foto: imago/imagebroker

Der Bund fördert vier neue Projekte zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus mit 4,5 Millionen Euro.

Die Mittel aus dem Kulturetat werden für die Dauerausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, die Sonderausstellung »Die Gestapo vor Gericht« des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg sowie Ausstellungen der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen in Niedersachen und des Menschenrechtszentrums im ehemaligen Zuchthaus Cottbus in Brandenburg bereitgestellt, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Montag in Berlin mit.

Die Mittel aus dem Kulturetat belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro.

Die rund 7,4 Millionen Euro teure Dauerausstellung in Nürnberg erhalte rund 3,7 Millionen Euro Bundesmittel, sagte ein Sprecher der Kulturstaatsministerin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Für die gut 830.000 Euro teure Ausstellung »Täter_innen und Tatbeteiligte im Kontext des Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen« würden rund 415.000 Euro zur Verfügung gestellt.

COTTBUS In das Projekt in Baden-Württemberg mit einem Gesamtvolumen von knapp 524.000 Euro fließen den Angaben zufolge rund 200.000 Euro aus dem Bundeskulturhaushalt. Für die rund 482.000 Euro teure Ausstellung »Politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933-1945« sollen rund 241.000 Euro bereitgestellt werden.

Die NS-Verbrechen seien Mahnung, Hass, Rassismus und der Ausgrenzung von Minderheiten konsequent entgegenzutreten, erklärte Grütters. Die Bundesregierung werde »weiterhin mit großer Entschlossenheit allen Versuchen entgegentreten, die nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen zu relativieren und zu verharmlosen«. epd

Reaktion

Israels Botschafter spricht Klartext über AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt

 07.09.2026

Sachsen-Anhalt

Wagenknecht äußert sich zur Zusammenarbeit mit der AfD

Die Hintergründe

 07.09.2026

Washington D.C.

»Gut gemacht!«: Elon Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph

Der Milliardär und Tech-Unternehmer ist seit langem als AfD-Sympathisant bekannt. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt verzückt ihn. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht ihm sogleich ein Angebot

 07.09.2026

Parteien

Was Markus Söder der CDU nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt rät

 07.09.2026

Berlin

»Death to Israel!«: Angriff auf FDP-Mitglieder

Im Stadtteil Charlottenburg beschimpften israelfeindliche Demonstranten FDP-Politiker, die nach ihrem Sommerfest mit dem Abbau beschäftigt waren

von Imanuel Marcus  07.09.2026

»Freedom Flotilla Coalition«

Neue Gaza-Flottille unterwegs

Die Initiatoren wollen den Gazastreifen im Oktober erreichen und fordern eine »globale Intifada«

 07.09.2026

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Magdeburg

BSW würde AfD ins Ministerpräsidentenamt verhelfen

Die Hintergründe

 07.09.2026

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

»Wind der Freiheit« oder »Schock«: Globales Echo auf Wahl

Der AfD-Erfolg sorgt international für sehr unterschiedliche Reaktionen und hitzige Debatten

 07.09.2026