Bayern

Brandanschlag auf Synagoge Ulm: Verdächtiger entzieht sich weiter den Behörden

Am 5. Juni 2021 hatte ein Mann aus einer Flasche eine Flüssigkeit an der Fassade der Synagoge in Ulm ausgeleert und angezündet. Foto: picture alliance/dpa

Rund ein Jahr nach dem Brandanschlag auf die Ulmer Synagoge haben die Behörden den mutmaßlichen Täter immer noch nicht fassen können. Er befinde sich nach ihrem Kenntnisstand nach wie vor in der Türkei, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Gegen den Beschuldigten bestehe weiterhin ein Haftbefehl. Weitere Angaben wollte die Sprecherin aus »ermittlungstaktischen Gründen« nicht machen.

Am 5. Juni 2021 hatte ein Mann aus einer Flasche eine Flüssigkeit an der Fassade der Synagoge in Ulm ausgeleert und angezündet. Da ein Passant damals umgehend die Feuerwehr rief, wurde der Brand schnell gelöscht. Die Fassade der Synagoge und eine Glasscheibe wurden beschädigt, verletzt wurde niemand. Die Tat löste große Empörung im Südwesten aus.

Anhand von Bildern einer Überwachungskamera kamen die Ermittler einem zur Tatzeit 45 Jahre alten Mann aus Ulm auf die Spur. Der Verdächtige ist den Angaben zufolge türkischer Staatsbürger und kurz nach dem Brandanschlag in die Türkei gereist. Da diese - wie auch Deutschland - eigene Staatsbürger nicht ausliefert, sind die rechtlichen Mittel zur Strafverfolgung zunächst ausgeschöpft.

Wie eine Sprecherin des baden-württembergischen Justizministeriums mitteilte, sind wegen der freiwilligen Ausreise des Mannes seine Aufenthaltsrechte kraft Gesetz jedoch erloschen. In Frage käme auch eine Abschiebung des Mannes. Solange sich der Verdächtige aber nicht in Deutschland aufhalte, stelle sich die Frage nach einem Abschiebeverfahren nicht. dpa

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  02.01.2026

Kommentar

Der Edelpilz, der keiner ist

New Yorks neuer Bürgermeister Zohran Mamdani hat bereits die Anerkennung der IHRA-Definition durch die Stadtverwaltung und das Boykottverbot gegen Israel aufgehoben

von Louis Lewitan  02.01.2026

Iran

Massenproteste: Trump droht Mullah-Regime mit Intervention

Der US-Präsident hat die Regierung in Teheran davor gewarnt, auf Demonstranten zu schießen oder sie sogar zu töten

 02.01.2026

Kommentar

Berlin liebt dich nicht

Niemand will Berlins alljährlichen Böllerkrieg. Außer die, die durchknallen, und die, die daran verdienen

von Sophie Albers Ben Chamo  01.01.2026

Terror

Warum?

Die nichtjüdische Deutsche Carolin Bohl wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas brutal ermordet. Hier nimmt ihre Mutter Abschied von der geliebten Tochter

von Sonja Bohl-Dencker  31.12.2025

Deutschland

Bildungszentrum von Yad Vashem soll Leerstelle füllen

Das in Deutschland geplante Bildungszentrum der Gedenkstätte Yad Vashem soll ein größeres Bild in den Dialog der Erinnerungskultur bringen

 31.12.2025

Rohstoffe

Wandel durch Handel

Der Erdgasdeal zwischen Israel und Ägypten hat auch eine sicherheitspolitische Dimension

von Sabine Brandes  31.12.2025

Arlington (Virginia)

USA genehmigen Milliardenauftrag: Neue F-15-Kampfjets für Israel

Der Vertrag umfasst die Entwicklung, Integration, Erprobung, Produktion und Lieferung von zunächst 25 neuen Maschinen

 30.12.2025

Meinung

Solidarität mit Somaliland

Sabine Brandes findet Israels Anerkennung der Demokratie am Horn von Afrika nicht nur verblüffend, sondern erfrischend

von Sabine Brandes  30.12.2025