Frankfurt

Bildungsstätte Anne Frank steigt aus X aus

Unter der Leitung von Elon Musk habe sich X zu einer Plattform entwickelt, auf der »antisemitische Verschwörungstheorien, Fake News, rechtsextreme Inhalte und schierer Spam florieren«, teilte die Bildungsstätte mit Foto: picture alliance / NurPhoto

Die Bildungsstätte Anne Frank beendet ihre Präsenz auf der Internetplattform X.

Unter der Leitung seines Eigentümers Elon Musk habe sich X »von einem zentralen Kommunikationsmedium für journalistische Information und demokratische Debatten« zu einer Plattform entwickelt, auf der »antisemitische Verschwörungstheorien, Fake News, rechtsextreme Inhalte und schierer Spam florieren«, teilte die Bildungsstätte am Mittwoch in Frankfurt am Main mit.

Hass und Hetze würden auf dieser Plattform durch algorithmische Verstärkungen »nicht nur geduldet, sondern aktiv gefördert«, begründete die Leiterin des Bereichs Kommunikation/Politische Bildung im Netz, Eva Berendsen, die Entscheidung. Zahlreiche Berichte und Analysen belegten dies.

Die Bildungsstätte habe lange mit dem Rückzug von X gezögert. »Bildungsarbeit auch dort zu leisten, wo es weh tut, gehört zu unseren pädagogischen Leitlinien«, erklärte Berendsen. Die Einrichtung habe ihre Präsenz auf anderen, insbesondere jugendrelevanten Plattformen weiter ausgebaut und bestehende Probleme mit rechter Agitation, antisemitischer und rassistischer Hassrede sowie Fake News analysiert und benannt.

Lesen Sie auch

»Wir wollten den Rechten nicht das Feld überlassen«, sagte Berendsen. In einem Klima, »in dem jeder Post der Bildungsstätte von KI- und trollgeneriertem Spam-Content überschwemmt wird«, könne die Bildungsstätte das aber nicht mehr leisten. Der weitere Verbleib von Bildungsträgern, Medien sowie demokratischen Politikerinnen und Polikern auf X verschaffe der Plattform im Gegenteil »eine Legitimität und Seriosität, die sie längst nicht mehr verdient, und stärkt das System Musk«. epd

Krieg gegen Iran

USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten

Schicken die USA für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten? Ein Bericht der »Washington Post« sorgt Aufsehen - vor allem, weil eine Nato-Initiative betroffen sein könnte

 26.03.2026

Meinung

Lahav Shapiras Fall hätte vor Gericht verhandelt werden müssen

Der jüdische Student wirft der FU Berlin vor, ihn nicht ausreichend vor Diskriminierung geschützt zu haben. Doch die Richter wiesen seine Klage mit einer Begründung ab, die nur schwer nachzuvollziehen ist

von Matthias Fuchs  26.03.2026

Iran-Krieg

Israel meldet Tötung von IRGC-Marineführung

Die Tötung von Admiral Ali Reza Tangsiri stellt laut IDF »einen bedeutenden Schlag gegen die Führungsstrukturen der IRGC und ihre Fähigkeit dar, Terroraktivitäten im maritimen Bereich zu orchestrieren«

 26.03.2026

Nahost

Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile

Die Angriffe in den Golfstaaten lassen nicht nach. Erneut werden Menschen getötet

 26.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  26.03.2026

Berlin

Merz: »Wolfram Weimer hat mein Vertrauen«

Der Kulturstaatsminister steht wegen des Ausschlusses von linken Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis in der Kritik. Der Kanzler sieht durchaus schwierige Debatten - gibt aber generelle Rückendeckung

 26.03.2026

Nahost

Straße von Hormus: Iran richtet »Mautstelle« ein

Schiffe müssen Informationen über Ladung, Besatzung und Zielort übermitteln – und bezahlen

 26.03.2026

Berlin

Prosor übt scharfe Kritik an Bundespräsident Steinmeier

Der israelische Botschafter moniert eine zu optimistische Sicht auf Diplomatie. In der internationalen Politik sei der Glaube verbreitet, dass sich Konflikte durch Gespräche lösen ließen. Doch dieses Denken habe Grenzen

 26.03.2026

Achse Teheran-Moskau

Bericht: Russland liefert Drohnen an Iran

Diese Art der Unterstützung für das iranische Regime ist ein Novum. Bisher wurden Drohnen in umgekehrter Richtung geliefert

 26.03.2026