Medien

»Bild«-Reporter Ronzheimer: Zeitweilige Festnahme in Beirut

Paul Ronzheimer Foto: picture alliance / ABBfoto

Der stellvertretende Chefredakteur bei »Bild«, Paul Ronzheimer, ist Ende September in Beirut festgenommen worden. Erst nach seiner Ausreise aus dem Libanon machte er den Vorfall öffentlich, um sich und sein Team nicht zusätzlich zu gefährden. Dies berichten die Zeitungen des Springer-Konzernes.

Demnach kam es einen Tag nach der Tötung von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, am 28. September, zu der Festnahme. Ronzheimer und die Mitglieder seines Teams wurden aus ihren Hotelzimmern heraus abgeführt und laut »Welt« verhört. Zudem seien ihnen Handschellen angelegt und die Augen verbunden worden, schreibt das Blatt.

Die Deutsche Botschaft in Beirut rettete die Journalisten aus der ernsten Situation, in der sie sich befanden. Am späten Abend kamen sie frei.

Verstoß gegen Auflagen

Möglicherweise waren es Geheimdienstagenten, die Paul Ronzheimer und seine Kollegen festnahmen. Hisbollah-Terroristen sollen später ein Bild von ihm über WhatsApp verbreitet haben. Dazu warfen sie ihm vor, gegen Auflagen verstoßen zu haben.

»Welt« schreibt, Ronzheimer habe nach seiner Freilassung weiter aus Beirut berichtet. Es sei schwierig, »von den Orten zu berichten, um die es wirklich geht«, sagte er der Zeitung zufolge. Er werde jedoch weiterhin von dort berichten. ja

Berlin

Außenminister Wadephul: Francesca Albanese »in ihrer Position unhaltbar«

Die UN-Sonderberichterstatterin hat erneut mit israelfeindlichen Aussagen für Empörung gesorgt. Der Bundesaußenminister spricht ihr nun die Eignung für ihr Amt ab

 12.02.2026

Personalie

Wechsel im Amt des Antisemitismusbeauftragten - Klein geht nach Paris

Von der Spree an die Seine: Der erste Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung wechselt nach Paris - in neuer Funktion. Wer Felix Klein nachfolgt, ist bisher noch nicht bekannt

von Leticia Witte  12.02.2026

Iran

Versprecher führt zur Entlassung eines regionalen TV-Chefs

Eigentlich meinte der Fernsehreporter »Tod den USA«. Er sagte in einer Live‑Sendung jedoch versehentlich »Tod Chamenei« - dem obersten Führer des Irans. Das hat Folgen

 12.02.2026

Berlin

IOC-Fanshop verkauft T-Shirt mit Motiv der Olympischen Spiele 1936

Klara Schedlich von den Berliner Grünen moniert die Motivwahl ohne kritische Einordnung. Das Motiv-Hemd ist bereits ausverkauft

 12.02.2026

Berlin

Schah‑Sohn fordert US‑Militäreinsatz für Irans Freiheit

Bei den Unruhen im Iran riefen Demonstranten seinen Namen. Doch allein kann Schah‑Sohn Reza Pahlavi einen Regimewechsel nicht herbeiführen. Deshalb bittet er die USA um militärische Unterstützung

 12.02.2026

Basel

Antisemitischer Vorfall bei FC Basel gegen FC Zürich – Ermittlungen gefordert

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) spricht von einem schwerwiegenden Vorfall und fordert strafrechtliche Schritte

 12.02.2026

Westjordanland

Bericht: Autonomiebehörde zahlt weiterhin »Märtyrer-Renten«

Eigentlich hatte Mahmoud Abbas das Ende der international verurteilten »Pay for Slay«-Praxis verkündet. Laut einem Bericht von Palestinian Media Watch hat er gelogen

 12.02.2026

Berlin

Van Aken: »Brauchen schärfere Regeln für Waffenexporte«

Der Linken-Vorsitzende reagiert auf die Entscheidung des höchsten deutschen Gerichts zu Rüstungslieferungen an Israel

 12.02.2026

München

Späte Aufklärung?

Nach 56 Jahren verdichten sich Hinweise auf einen möglichen Täter des Brandanschlags auf das jüdische Altersheim

von Michael Thaidigsmann  12.02.2026