Medien

»Bild«-Reporter Ronzheimer: Zeitweilige Festnahme in Beirut

Paul Ronzheimer Foto: picture alliance / ABBfoto

Der stellvertretende Chefredakteur bei »Bild«, Paul Ronzheimer, ist Ende September in Beirut festgenommen worden. Erst nach seiner Ausreise aus dem Libanon machte er den Vorfall öffentlich, um sich und sein Team nicht zusätzlich zu gefährden. Dies berichten die Zeitungen des Springer-Konzernes.

Demnach kam es einen Tag nach der Tötung von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, am 28. September, zu der Festnahme. Ronzheimer und die Mitglieder seines Teams wurden aus ihren Hotelzimmern heraus abgeführt und laut »Welt« verhört. Zudem seien ihnen Handschellen angelegt und die Augen verbunden worden, schreibt das Blatt.

Die Deutsche Botschaft in Beirut rettete die Journalisten aus der ernsten Situation, in der sie sich befanden. Am späten Abend kamen sie frei.

Verstoß gegen Auflagen

Möglicherweise waren es Geheimdienstagenten, die Paul Ronzheimer und seine Kollegen festnahmen. Hisbollah-Terroristen sollen später ein Bild von ihm über WhatsApp verbreitet haben. Dazu warfen sie ihm vor, gegen Auflagen verstoßen zu haben.

»Welt« schreibt, Ronzheimer habe nach seiner Freilassung weiter aus Beirut berichtet. Es sei schwierig, »von den Orten zu berichten, um die es wirklich geht«, sagte er der Zeitung zufolge. Er werde jedoch weiterhin von dort berichten. ja

Justiz

Meinungsfreiheit ist kein Freibrief: Zur Leugnung des Existenzrechts Israels

Eine Klarstellung von Nathan Gelbart

von Nathan Gelbart  01.09.2026

Kommentar

Intifada-Party bei der Linken

Für Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl, kommt der jüngste Antisemitismus-Skandal ihrer Partei zur Unzeit. Doch ihre Empörung wirkt unglaubwürdig

von Ralf Balke  01.09.2026

Karlsruhe

Mutmaßliche Unterstützer rechtsextremer Terrorgruppe angeklagt

Zwei Jugendliche stehen im Verdacht, die »Letzte Verteidigungswelle« unterstützt und einen Anschlag auf eine Asylunterkunft versucht zu haben. Die Bundesanwaltschaft will sie in Jena vor Gericht sehen

 01.09.2026

Helsinki/Genf

Finnland beendet UNRWA-Finanzierung

Die Regierung in Helsinki will die Hilfsgelder für die palästinensischen Gebiete nicht streichen, sondern künftig über Organisationen weiterleiten, die nicht von der Hamas unterwandert sind

 01.09.2026

Tino Chrupalla, Bundesvorsitzender der AfD, spricht bei dem Wahlkampfauftritt in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern), 28. August

Berlin/Heidelberg

Verdacht der Volksverhetzung: Dachorganisation der Sinti und Roma zeigt Tino Chrupalla an

Es geht um eine Äußerung des AfD-Chefs bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern

 01.09.2026

Madrid

Ceuta-Ansturm: Spanien erhebt Vorwürfe in Richtung Moskau und Jerusalem

Der spanische Regierungschef beschuldigt Netzwerke mit »Verbindungen zu Russland und Israel«, mit Falschmeldungen den Massenandrang auf die Nordafrika-Exklave angeheizt zu haben

 01.09.2026

New York

Met-Gala: Ausstellung mit umstrittenem Designer Galliano abgesagt

Das Event sollte eine Ausstellung zu Ehren des Designers eröffnen. Doch nach der Ankündigung hagelte es wegen des jüngsten Antisemitismus-Vorfalls Kritik

 01.09.2026

Berlin

Grünen-Politiker antisemitisch beschimpft und angegriffen

Daniel Eliasson sagt, der Täter habe versucht, ihn ins Gesicht zu boxen und ihn als »scheiß Juden« beschimpft

 01.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Neuer Antisemitismus-Eklat: Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Linkspartei

Knapp drei Wochen vor der Wahl zum Berliner Angeordnetenhaus sorgt der jüngste Skandal nun auch bei den möglichen Koalitionspartnern SPD und Grünen für Unruhe

 01.09.2026