Medien

»Bild«-Reporter Ronzheimer: Zeitweilige Festnahme in Beirut

Paul Ronzheimer Foto: picture alliance / ABBfoto

Der stellvertretende Chefredakteur bei »Bild«, Paul Ronzheimer, ist Ende September in Beirut festgenommen worden. Erst nach seiner Ausreise aus dem Libanon machte er den Vorfall öffentlich, um sich und sein Team nicht zusätzlich zu gefährden. Dies berichten die Zeitungen des Springer-Konzernes.

Demnach kam es einen Tag nach der Tötung von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, am 28. September, zu der Festnahme. Ronzheimer und die Mitglieder seines Teams wurden aus ihren Hotelzimmern heraus abgeführt und laut »Welt« verhört. Zudem seien ihnen Handschellen angelegt und die Augen verbunden worden, schreibt das Blatt.

Die Deutsche Botschaft in Beirut rettete die Journalisten aus der ernsten Situation, in der sie sich befanden. Am späten Abend kamen sie frei.

Verstoß gegen Auflagen

Möglicherweise waren es Geheimdienstagenten, die Paul Ronzheimer und seine Kollegen festnahmen. Hisbollah-Terroristen sollen später ein Bild von ihm über WhatsApp verbreitet haben. Dazu warfen sie ihm vor, gegen Auflagen verstoßen zu haben.

»Welt« schreibt, Ronzheimer habe nach seiner Freilassung weiter aus Beirut berichtet. Es sei schwierig, »von den Orten zu berichten, um die es wirklich geht«, sagte er der Zeitung zufolge. Er werde jedoch weiterhin von dort berichten. ja

Berlin

Streit um Antisemitismus: SPD und Grüne unterbrechen Sondierungsgespräche

Die Linke will eine rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt schmieden. Doch Grüne und SPD setzen erstmal ein Stoppschild. Auslöser ist der Umgang der Linken mit dem Thema Antisemitismus

 13.10.2026

Kontinuität

Bundesratsinitiative für EU-Forschungskooperation mit Israel

Drei Bundesländer wollen die weitere Beteiligung Israels am EU-Forschungsrahmenprogramm sicherstellen. Dazu wird jetzt eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht

 13.10.2026

Kommentar

Der geplatzte Testballon von Halle

Die AfD wird weiterhin versuchen, sich als ganz normale Partei zu inszenieren, wenn es um jüdisches Leben geht. Ein Angriffsziel bleibt es trotzdem. Deswegen müssen wir achtsamer werden, wenn die Angriffe subtiler werden

von Igor Matviyets  13.10.2026

Sachsen-Anhalt

CDU-Fraktion will bei Ministerpräsidenten-Wahl den Saal verlassen

Kamen Stimmen für die Wahl des AfD-Landtagspräsidenten aus den Reihen der CDU? Für die nächste wichtige Wahl im Dezember will die Fraktion vorbauen und nimmt einen ungewöhnlichen Weg

 13.10.2026

120. Geburtstag

Philosoph Bormuth: Die Gedanken von Hannah Arendt geben Orientierung

Das Werk der Philosophin Hannah Arendt bietet nach Ansicht des Oldenburger Wissenschaftlers Matthias Bormuth Orientierung in polarisierten Zeiten. Ihr Plädoyer für eigenes Denken und streitbaren Austausch sei heute hochaktuell

 13.10.2026

New York

Die US-Linke ist besessen von Palästina – nun frisst die Revolution ihre eigenen Kinder

Zohran Mamdanis Aufstieg hat in der Demokratischen Partei einen Linksruck ausgelöst. Längst ist der Bürgermeister der US-Metropole mit seiner zweifelhaften Anti-Israel-Rhetorik zur Ikone der Palästina-Bewegung in Amerika geworden. Nun wird er Teilen des eigenen Lagers zu weich

von Jan Klauth  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

 13.10.2026