O-Ton

Berührend, besonders, beeindruckend

»Israel ist ein Traum«
Henk Meijer (30), Frankfurt/M, Squash

Gegen die USA, Frankreich, Großbritannien, die schon ewig Mannschaften haben, waren wir chancenlos. Eigentlich bin ich ja Hockeyspieler, aber da gibt es derzeit keine Mannschaft. Mein Plan ist, für die nächste Makkabiade in Israel ein Team aufzustellen. Das wäre mein Traum. Die Atmosphäre hier war natürlich schwer zu beschreiben. Ich fand es wundervoll, dass all diese Menschen hier zusammenkamen, dass wir jüdisch sind, dass man sich traf – und alle hatten Spaß.

»Wir waren die Lautesten«
Romy Markovich (15), Frankfurt/M, Tennis

Ich nahm das erste Mal an Makkabi-Spielen teil. Hier habe ich im Einzel gegen eine Israelin gespielt. Das habe ich gewonnen. Im Viertelfinale bin ich gegen eine Engländerin rausgeflogen. Am Abendprogramm hatte ich nicht teilgenommen, weil ich zu müde war. Aber bei der Eröffnung war ich dabei, das Problem jedoch war, dass es mir nicht so gut ging. Was ich toll fand, war, dass wir die Lautesten waren, dass die Stimmung gut war und dass Sarit Hadad da war – die kennen wir alle.

»Hier sprechen viele Deutsch«
Rebecca Kowalski (28), Berlin, Hockey

Hier fand ich sehr schön, dass alles beisammen war und wir uns auch die Spiele der anderen Mannschaften ansehen konnten. Ich fand es auch toll, dass wir hier im Zelt alle zusammen essen konnten. Die Spiele hier waren auch so besonders für mich, weil so viele Deutsch sprachen. Auch die Überlebenden zu sehen, die mit der Makkabi-Fahne eingezogen sind, hat mich sehr berührt. Ich hätte mir gewünscht, dass mein Opa das auch noch sehen hätte können, aber er ist leider schon gestorben.

»Man spürt den Makkabi-Spirit«
Pini Mlinarik (30), Konstanz, Basketball

Ein großes Lob an die Organisatoren hier! Das Hakoah-Center ist echt beeindruckend. Es wäre schön, wenn es das auch in Deutschland gäbe. Ich finde es immer wieder schön, bei so einem Event dabei zu sein, gerade wenn man aus einer kleinen Stadt kommt, in der es nicht viel jüdisches Leben gibt. Man spürte schon diesen besonderen Makkabi-Spirit. Und es ist auch schön, wenn man sah, wie andere junge Sportler so auch zur jüdischen Gemeinschaft finden.

»Wir sind sehr stark«
Nicole Trost (17), Frankfurt/M., Fußball

Ich habe schon als Kind Fußball gespielt. Als ich gehört hatte, dass hier ein Team gebildet werden sollte, wollte ich unbedingt dabei sein. Dafür, dass wir erst so kurz trainieren, waren wir sehr stark. Das waren meine ersten Spiele, an denen ich als Sportlerin teilnahm. Bei der letzten Makkabiade in Israel habe ich nur zugesehen. Ich fand das ein tolles Erlebnis, man lernte so viele Leute kennen, der Teamgeist war gut. Und es war ja jeder jüdisch hier, das war ein sehr schönes Gefühl.

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  15.01.2026

Selin Gören

Solidarität mit Israel ist links

Das Bekenntnis zum jüdischen Staat ist die Voraussetzung glaubwürdiger progressiver Politik. Doch in der Linkspartei werden Genossen für diese Haltung immer öfter angefeindet

von Selin Gören  15.01.2026

Debatte

Dobrindt will keinen Abschiebestopp für Iran verhängen

Menschenrechtler und Flüchtlingsorganisationen fordern einen Abschiebestopp für den Iran. Der Bundesinnenminister will einen solchen nicht bundesweit verhängen

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Washington D.C.

Trump will »schnellen und entschlossenen Schlag« gegen Iran

Der amerikanische Präsident will offenbar verhindern, dass die USA in einen langwierigen Krieg verwickelt werden, der sich über Wochen oder Monate hinziehen könnte

 15.01.2026

Sicherheitslage

USA und Großbritannien raten Bürgern vor Reisen nach Israel ab

Amerikanische Bürger werden zu erhöhter Aufmerksamkeit und einer »Vorbereitung auf mögliche Entwicklungen« aufgerufen

 15.01.2026

Kommentar

Ein freier Iran wäre kein Risiko für Israel, sondern ein Partner  

Die Zeit für moralische Distanz oder falsche Neutralität ist längst vorbei. Jetzt ist die Zeit, hinzusehen, zuzuhören - und Partei zu ergreifen

von Vida Funke  15.01.2026

Washington D.C./Teheran

US-Angriff auf Iran könnte noch heute erfolgen

In Israel heißt es, Präsident Donald Trump habe sich offenbar grundsätzlich für eine Intervention entschieden. Auch europäische Diplomaten halten einen Angriff für möglich

 15.01.2026

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-Jähriger setzte vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand und zeigte den Hitlergruß. Er wurde von der Haftrichterin in die Psychiatrie eingewiesen

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026