Hessen

Antisemitismus-Beauftragter will Höcke-Buch auf Index setzen lassen

Foto: imago images/Karina Hessland

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker will ein Buch des AfD-Politikers Björn Höcke auf den Index setzen lassen. Er werde am Donnerstag bei der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz in Bonn für die Einstufung des Höcke-Buchs »Nie zweimal in den selben Fluss« als jugendgefährdend eintreten, teilte der CDU-Staatssekretär am Montag in Wiesbaden mit. Nach eigenen Angaben hat Becker bereits im März 2020 mit einer Anregung an die Bundeszentrale die Initiative dafür ergriffen. Nun stehe der offizielle Verhandlungstermin dafür an.

»Dieses Buch ist aus meiner Sicht eindeutig jugendgefährdend und gehört daher nicht in junge Hände«, sagte der Antisemitismusbeauftragte der hessischen Landesregierung, der zugleich Staatssekretär im Wiesbadener Europaministerium ist. Er sprach von einer »Ansammlung von Verschwörungstheorien, Antisemitismus und rechtsextremistischem Gedankengut«.

Das Buch Höckes vermittele zudem durch seine hochgradig suggestive Interviewführung ein verächtlich machendes Bild des Landes, fördere den Rassismus und könne dadurch gerade junge Menschen verstören und sie auf neofaschistische Irrwege leiten. »Daher sollte dieses Buch auch als jugendgefährdend eingestuft werden«, forderte Becker. Höckes Buch sei geprägt vom Ungeist des Neofaschismus und trage zur Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas bei. »Es gehört auf keinen Fall in die Regale von Jugendzimmern, und dies werde ich am Donnerstag sehr deutlich vortragen«, kündigte der hessische Antisemitismusbeauftragte an. epd

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt-Wahl

Nach AfD-Sieg: Cem Özdemir rief jüdische Gemeinden an

Der Ministerpräsident versicherte, dass sie in Baden-Württemberg nicht auf gepackten Koffern sitzen müssten

 10.09.2026

Bayern

Jugendlicher bestreitet Anschlagspläne auf Synagoge

Ein 16-Jähriger steht in Augsburg wegen Planung eines Anschlags vor Gericht. Ihm werden schwere Straftaten vorgeworfen. Das Verfahren läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit

 10.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Krieg

Iran bereit für »Blitzoffensive«

Die iranische Militärführung betont ihre Bereitschaft zu schnellen Einsätzen im ganzen Land. Was Kommandeur Hassansadeh über Motivation und Strategie sagt

 10.09.2026

Erinnerung

Gedenkstätten-Leiterin wünscht sich stärkere Wirkung in Gesellschaft

Die Angebote von Gedenkstätten müssen nach Ansicht der niedersächsischen Stiftungsgeschäftsführerin Elke Gryglewski verständlicher werden. Sie fordert neue Zugänge zum Blick auf die NS-Zeit für breite Bevölkerungsschichten

von Charlotte Morgenthal  10.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern

SPD nähert sich in Umfragen der AfD

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig präsentiert sich im Landtagswahlkampf als »die Frau gegen Blau«. In den Umfragen legt sie zu

 10.09.2026

Aufruf

Jüdische und christliche Jugendorganisationen warnen vor der AfD

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen: Auf den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt könnte bald ein zweiter in Mecklenburg-Vorpommern folgen. Die Sorge darüber vereint junge Menschen christlicher und jüdischer Herkunft

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt

Charlotte Knobloch: »Die AfD ist rechtsextrem«

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern äußert sich »bis ins Tiefste entsetzt« über den AfD-Wahlerfolg und plädiert erneut für ein Verbotsverfahren gegen die Partei

 10.09.2026