Berlin

Antisemitismus-Verdacht: Erneutes Verbot von palästinensischen Kundgebungen

Palästinensische Demonstration in Berlin (Symbolfoto) Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die Berliner Polizei hat für das Wochenende erneut zwei palästinensische Demonstration verboten. Es bestehe die Gefahr, dass es bei den Versammlungen unter anderem zu volksverhetzenden und antisemitischen Ausrufen sowie zu Gewalttätigkeiten kommt, teilte die Polizei am Freitag in Berlin mit.

Dabei wurde unter anderem »auf Erfahrungen der vergangenen Jahre und auch der jüngeren Vergangenheit« verwiesen.

Das Verbot betrifft die für Samstag am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor geplante »Friedenskundgebung für vertriebene Völker« sowie am Sonntag den Aufzug »Solidarität mit dem palästinensischen Volk« vom Rathaus Neukölln zum Hermannplatz. Zu beiden Veranstaltungen waren von den Anmeldern jeweils rund hundert Teilnehmer angekündigt worden.

Weiter hieß es, die Versammlungen sowie Ersatzveranstaltungen seien bis Montag »nach Bewertung aller Umstände und Erkenntnisse sowie der Abwägung sämtlicher Interessen - insbesondere dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit« verboten worden. Bereits im April hatte die Polizei zweimal entsprechende Kundgebungen verboten. epd

Meinung

Knaulkorb für den Zentralrat

In einem »taz«-Kommentar von Susanne Knaul wird der Zentralrat der Juden und sein Präsident Josef Schuster aufgefordert, beim Thema Iran »einfach mal die Klappe« zu halten

von Michael Thaidigsmann  04.03.2026

Nahost

IAEA: Schäden nahe iranischem Atomzentrum in Isfahan

Bereits im Vorjahr wurden Irans Atomanlagen bombardiert. Nun werden wieder Schäden in oder nahe dieser Einrichtungen gemeldet. UN-Atomwächter warnen die Kriegsparteien

 04.03.2026

Meinung

Die Tür zum Frieden öffnen

Sabine Brandes hofft, dass der Krieg mit dem Iran trotz seiner Schrecken die Region am Ende friedlicher machen wird

von Sabine Brandes  04.03.2026

Soziale Medien

Plattform X verschärft Regeln für KI-Kriegsvideos

Bei Zuwiderhandlungen drohen Sanktionen. Von der Regelung ist allerdings nur ein Teil aller X-Nutzer betroffen

 04.03.2026

Nahost

Israel nutzte Verkehrskameras, um Schlag gegen Chamenei zu planen

»Wir kannten Teheran wie Jerusalem«, sagt ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter

 04.03.2026

Meinung

Der Iran, der Krieg und das Völkerrecht

Das Völkerrecht soll Menschen schützen. Wenn es zum Selbstzweck erhoben und höher gewichtet wird, als die Schicksale der Entrechteten, verliert es seinen Sinn

von Tobias Kühn  04.03.2026

Washington D.C.

Militärbasen-Streit: Trump droht Spanien mit Handels-Embargo

»Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben«, sagt der Präsident, nachdem die spanische Regierung US-Streitkräften die Nutzung von Militärbasen verweigert

 04.03.2026

Washington D.C.

Friedrich Merz: Viele offene Fragen zur Zukunft des Iran nach Krieg

Seit Samstag gehen Israel und die USA militärisch gegen den Terror-Sponsor Iran vor. Wie es nach der Offensive mit dem Land weitergehen soll, ist nach den Worten des Bundeskanzlers weiter unklar

 04.03.2026

Teheran

Bericht: Chameneis Sohn gilt als Favorit für Irans oberstes Amt

Während oppositionelle iranische Kanäle und israelische Medien bereits von einer Festlegung sprechen, schweigen staatliche Stellen im Iran

 04.03.2026