Halle

Antisemitische Parolen geschmiert

Umgeben von Neubauten steht dieses Portal der ehemaligen Halleschen Synagoge am Jerusalemer Platz. Foto: picture-alliance / ZB

Unbekannte Täter haben in der Altstadt von Halle (Saale) eine Briefkastenanlage mit antisemitischen und volksverhetzenden Parolen beschmiert. Der Tatort befinde sich in unmittelbarer Nähe einer Synagogen-Gedenkstätte, teilte die Polizeiinspektion Halle am Donnerstag mit. Als möglicher Tatzeitraum wird die Zeit zwischen frühem Dienstagabend und Mittwochmittag angegeben.

Am Tatort seien mögliche Spuren der mutmaßlichen Täter gefunden und gesichert worden. Ermittlungen wurden wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung eingeleitet. Die Ermittlungen führt der polizeiliche Staatsschutz.

Die Gedenkstätte am Jerusalemer Platz erinnert an die hallesche Synagoge, die der nationalsozialistischen Pogromnacht am 9. November
1938 zum Opfer gefallen war. Der zerstörte Bau wurde auf Kosten der jüdischen Gemeinde 1940 abgerissen. Das Mahnmal in Form des Eingangsportals befindet sich seit 1987 unweit des ehemaligen Eingangs auf der Rückseite zur Synagoge. epd

Magdeburg

AfD-Veranstaltung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Steimle

Ein Auftritt des Kabarettisten Uwe Steimle auf einer AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau hat die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Zudem gab es Kritik wegen des Singens der DDR-Nationalhymne

 15.07.2026

Kalenderblatt

Der Marschall war vieles, aber kein Judenretter: Philippe Pétain taugt auch 75 Jahre nach seinem Tod für einen Skandal

Marschall Pétain, Verdun, Vichy-Regime - war da was? Über einen Mann, der im Nachbarland Frankreich vom Helden zum Verfemten wurde und über das Schicksal von Tausenden Juden im Zweiten Weltkrieg mitbestimmte

von Joachim Heinz  15.07.2026

Wahlen

Friedrich Merz: Werde alles tun, damit AfD nicht in Verantwortung kommt

Viele sorgen sich vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vor möglichen Wahlsiegen der AfD. Kanzler Merz hingegen gibt sich zuversichtlich, dass das zu verhindern sei

 15.07.2026

Meinung

Die Fußball-WM war ein voller Erfolg

Schon jetzt steht fest, dass die Weltmeisterschaft 2026 unvergesslich bleiben wird. Zumindest, wenn man die Kriterien des Fußballphilosophen Nick Hornby zugrunde legt

von Elke Wittich  15.07.2026

Kommentar

Sichere Hochschule auch für Jüdinnen und Juden!

Sicherheit ist zentral, aber auch Respekt vor Arbeitsruhegeboten. Wer Prüfungen auf hohe jüdische Feiertage legt, verlangt von Juden, für ihre Religionsausübung Nachteile beim Studienfortschritt in Kauf zu nehmen

von Volker Beck  15.07.2026

Iran

Propagandaplakat in Teheran zeigt Trump im Sarg

Auf dem Plakat wird Vergeltung gefordert. Doch viele Iranerinnen und Iraner stehen den Racheaufrufen kritisch gegenüber

 15.07.2026

Chemnitz

Neonazi Liebich nach Deutschland gebracht

Schon Ende August 2025 sollte er die Haft antreten, floh jedoch stattdessen. Einige Monate später wurde der Neonazi gefasst, nun ist er wieder in Deutschland. Wo kommt Liebich nun hinter Gitter?

 15.07.2026

Erfurt

Hape Kerkeling für Anhörung zu AfD-Verbot geladen

Der Kabarettist ist auf Betreiben der Linken eingeladen. Der Komiker werde sich aber »zu dieser Angelegenheit derzeit nicht äußern«, teilt sein Büro mit

 15.07.2026

Washington D.C.

USA starten Kampagne gegen Internationalen Strafgerichtshof

US-Außenminister Marco Rubio wirft dem ICC einen Angriff auf die amerikanische Souveränität vor. Er plant eine koordinierte Reaktion verschiedener US-Behörden

 15.07.2026