Bei einer Gedenkveranstaltung für Opfer der Schoa in Berlin ist es am Montagvormittag in Berlin-Westend zu einem antisemitischen Zwischenfall gekommen. Wie die Polizei mitteilte, tätigte eine 59-jährige Frau im Umfeld der Veranstaltung volksverhetzende Äußerungen.
Einem Polizeibericht zufolge hielt sich die Frau gegen 11.15 Uhr im Bereich des Theodor-Heuss-Platzes auf, wo das Event am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus stattfand. Dort habe sie Passanten »lautstark angeredet«, unter ihnen auch zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, die an der Gedenkveranstaltung teilnahmen. Ihnen gegenüber habe sich die Frau »lautstark antisemitisch geäußert«.
Einsatzkräfte wurden alarmiert und trafen die Tatverdächtige noch vor Ort an. Während der Anzeigenaufnahme soll die Verdächtige zudem einen der Schüler beleidigt haben, wie es weiter hieß. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Frau am Ort entlassen.
Die weiteren Ermittlungen hat der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. im