Nürnberg

Anrufe bei »Beratungsstelle Radikalisierung« verzehnfacht

Florian Endres, Leiter der Beratungsstelle Radikalisierung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Foto: picture alliance / Daniel Karmann/dpa

Seit dem Angriff der Hamas-Terroristen auf Israel sind die Anrufe bei der Beratungsstelle Radikalisierung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einem Medienbericht zufolge in die Höhe geschnellt.

Trotz des anhaltend hohen Niveaus an Beratungsanfragen zu Islamismus und Radikalisierung stelle der Terrorangriff vom 7. Oktober noch einmal eine Zäsur für die Arbeit dar, sagte der Leiter der Nürnberger Einrichtung, Florian Endres, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). »Das Anrufaufkommen hat sich im Oktober 2023 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verzehnfacht.«

»Zudem kann vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt eine Veränderung von Beratungsinhalten wahrgenommen werden«, schilderte Endres. »Vielfach sind das Konfliktgeschehen vor Ort, Antisemitismus und Israel-Feindlichkeit sowie die in der Region aktiven extremistischen Organisationen Gegenstand der Beratungsgespräche.«

Neben Verwandten, Freunden und Bekannten von Islamisten oder Islamismus-Verdächtigen rufen laut Endres aktuell besonders häufig Lehrkräfte in Nürnberg an, denen eine Wesensveränderung bei Schülerinnen oder Schülern aufgefallen ist. Auch Unsicherheiten im Umgang mit Kommentaren oder Postings in den Sozialen Medien mit Bezug zum Nahostkonflikt würden thematisiert. dpa

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