Kriminalität

Anleger um viele Millionen betrogen: Anklage erhoben

Cyberangriffe, Spionage und Betrug: Auch ohne den Iran zu verlassen, kann das Regime in Europa attackieren. Foto: picture alliance / empics

Die bayerische Spezialstaatsanwaltschaft für Cyberkriminalität hat Anklage gegen mutmaßliche Verantwortliche von betrügerischen Anlage-Plattformen im Netz erhoben: Sie sollen zahlreiche Kunden getäuscht und mehr als 76 Millionen Euro weltweit einkassiert haben.

Auch wird ihnen zur Last gelegt, Kunden dazu bewegt zu haben, im Vertrauen auf lukrative Anlagemöglichkeiten teilweise hohe Geldsummen zu investieren. Ende 2022 habe man Anklage gegen Männer im Alter von 34, 44 und 62 Jahren sowie eine 30-jährige Frau erhoben, teilte Thomas Goger, Sprecher der Zentralstelle Cybercrime, am Freitag in Bamberg mit. Die Männer haben die israelische Staatsangehörigkeit. Einer der Verdächtigen hat auch die ukrainische Nationalität. Die Frau ist russische Staatsbürgerin.

Callcenter Von 2015 an betrieben die Verdächtigen offenbar Callcenter in Israel, Georgien, in der Republik Moldau und in Armenien, um von dort aus um Kunden zu werben. Die Gruppe soll für eine Vielzahl von betrügerischen Anlage-Plattformen im Internet verantwortlich gewesen sein.

Den Männern wird unter anderem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Sie waren 2021 in Slowenien, Italien und Israel festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Beim Cybertrading locken Betrüger auf professionell gemachten Online-Plattformen mit angeblich profitablen Anlageprodukten. Dieser Bereich gehört zu den klassischen Feldern der organisierten Online-Kriminalität. Zehntausende Anleger seien allein in Deutschland betroffen, hieß es. dpa/ja

Meinung

Rotes Fähnchen der Linken im antizionistischen Wind

Linken-Parteichef Jan van Aken bagatellisiert den Beschluss seiner Genossen in Niedersachsen zu Israel. Damit dürfte er nicht durchkommen

von Michael Thaidigsmann  16.03.2026

Rüstung

Ein Iron Dome »Made in Germany«?

Israel hat Deutschland Unterstützung beim Ausbau seiner Luftabwehr angeboten. Man könne sich vorstellen, den Iron Dome nicht nur zu liefern, sondern auch vor Ort zu produzieren, sagt der Chef des Rüstungskonzerns Rafael

von Ralf Balke  16.03.2026

Iran-Krieg

NATO-Staaten gegen Einsatz in Straße von Hormus

Könnte die NATO dabei helfen, die Straße von Hormus gegen iranische Attacken zu sichern? US-Präsident Donald Trump ist dieser Meinung, doch seine Alliierten zögern

 16.03.2026

Antisemitismus

Das sagt der Linken-Chef zum Büttner-Abgang

Der brandenburgische Antisemitismus-Beauftragte Andreas Büttner eckte in seiner Partei an. Jetzt verlässt er die Linke mit bitterer Kritik. Seine Partei erlebt die x-te Neuauflage einer Debatte

von Oliver von Riegen, Verena Schmitt-Roschmann  16.03.2026

Berlin

Hertie School: Studierendenvertretung verliert Misstrauensvotum

Nach einem Beschluss zur Unterstützung der gegen Israel gerichteten BDS-Bewegung haben die Studenten der privaten Hochschule ihre Vertretung abgewählt

von Joshua Schultheis  16.03.2026

Iran-Krieg

Deutschland will keinen NATO-Einsatz in der Straße von Hormus

Die US-Regierung macht Druck auf Nato-Partner, sich an der Absicherung einer wichtigen Seeroute in Nahost zu beteiligen. Berlin macht klar, dass man die Allianz gar nicht am Zuge sieht

 16.03.2026

Washington D.C.

Trump fordert militärische Unterstützung im Golf

Insbesondere von europäischen NATO-Staaten erwarte er konkrete Beiträge. Andernfalls drohe der NATO eine schwierige Zukunft, so der amerikanische Präsident

 16.03.2026

Thüringen

Jüdische Organisationen warnen vor »antisemitischer Provokation« in Buchenwald

Ein breites Bündnis wendet sich mit einer gemeinsamen Erklärung scharf gegen die Kampagne \»Kufiyas in Buchenwald\«

 16.03.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss der Miliz: Israel greift Hisbollah und iranisches Regime an

Die Lage im Überblick

 16.03.2026