Prozess

Nach verstörender Attacke: Anklage wegen antisemitischen Angriffs

Staatsanwaltschaft Berlin Foto: picture alliance/dpa

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Männer erhoben, die im Februar vergangenen Jahres einen 37-Jährigen im Bezirk Neukölln aus antisemitischer Motivation heraus verletzt haben sollen. Wie die Staatsanwaltschaft Berlin am Freitag mitteilte, wurde gegen die beiden 24-Jährigen Anklage wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Die Angeschuldigten sollen gemeinsam mit weiteren, bislang unbekannten Personen auf Kopf und Oberkörper des Mannes eingeschlagen und getreten haben. Dabei sollen sie skandiert haben, dass der Verletzte sterben solle, da er Jude sei. Der Geschädigte war laut Staatsanwaltschaft nicht jüdischen Glaubens. Da die Männer von dem Mann abließen, geht die Staatsanwaltschaft von einem »strafbefreienden Rücktritt« aus. Die Tat sei daher als gefährliche Körperverletzung und nicht als versuchtes Tötungsdelikt zu werten.

Die Tat geschah laut Staatsanwaltschaft im öffentlichen Straßenraum. Das Opfer erlitt dadurch erhebliche Schmerzen und erhielt ärztliche Behandlung. Die Angeschuldigten konnten aufgrund von Zeugenaussagen ausfindig gemacht werden. Ermittlungen zu den unbekannten Mittätern dauern noch an. epd 

Washington D.C.

Trump greift erneut früheres Iran-Atomabkommen scharf an

Der US-Präsident bezeichnet die Vereinbarung als »gefährlich« und verteidigt seinen Ausstieg. Das Abkommen habe Teheran einen »legitimen Weg« zur Bombe eröffnet, sagt er

 03.03.2026

Madrid

Spanien sperrt Militärbasen für USA: Washington und Jerusalem erzürnt

Mit einem »Nein« zieht sich die Regierung Sánchez den Zorn internationaler Partner zu. US-Tankerflugzeuge stehen jetzt in Ramstein, anstatt in Süd-Spanien

 03.03.2026

Analyse

Warum die Golfstaaten nicht zurückschlagen

Raketen über Dubai, Drohnen über Doha: Irans Angriffe bringen die Golfstaaten in ein Dilemma. Wie lange können sie noch abfangen, ohne selbst zur Kriegspartei zu werden?

von Arne Bänsch, Johannes Sadek  03.03.2026

Bremen

Politikerin tritt nach Foto aus Holocaust-Ausstellung zurück

Ein Post mit Koffern aus einer Holocaust-Ausstellung brachte die Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft in Bedrängnis

 03.03.2026

Berlin

Bundesregierung bestellt iranischen Botschafter ein

Teheran antwortet auf die Angriffe der USA und Israels mit Gegenattacken auf Israel und andere Staaten in der Region. Der deutsche Außenminister wählt ein diplomatisches Mittel gegenüber Iran

 03.03.2026

Iran-Krieg

Israel greift Präsidentenbüro in Teheran an

Die Luftwaffe attackierte außerdem Orte, an denen der Sicherheitsrat tagt

 03.03.2026

Berlin

Internationale Tourismusbörse ITB ohne Israel

Die Lage im Nahen Osten wirkt sich auf die weltgrößte Reisemesse aus

 03.03.2026

Washington D.C.

Darum entschieden sich die USA für einen Angriff auf den Iran

US-Außenminister Marco Rubio hat vor dem Kongress über die Entscheidungsfindung der Regierung gesprochen

 03.03.2026

Interview

Experte: »Das iranische Regime wird in absehbarer Zeit fallen«

Israel und die USA greifen den Iran seit Samstag aus der Luft an. Michael Spaney erklärt, warum die Mullah-Herrschaft heute so schwach ist wie nie zuvor und wie ein Regime-Wechsel aussehen könnte

von Joshua Schultheis  03.03.2026