Duisburg

Anklage wegen Anschlagsplänen auf Pro-Israel-Demo erhoben

Der Beschuldigte war im Oktober 2023 in Duisburg festgenommen worden. Foto: imago images/Rene Traut

Die Zentralstelle Terrorismusverfolgung NRW bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat vor dem Landgericht Duisburg Anklage gegen einen 30-jährigen Deutschen aus Duisburg erhoben. Der Mann sei hinreichend verdächtig, sich gegenüber einer Kontaktperson in Syrien zur Begehung eines islamistisch motivierten Anschlages auf eine pro-israelische Demonstration bereit erklärt zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Mittwoch mit. Konkret wird ihm vorgeworfen, er habe geplant, mit einem Lkw in die Teilnehmermenge fahren zu wollen.

Der Beschuldigte war im Oktober 2023 in Duisburg festgenommen worden. Bis März 2021 hatte er den Angaben zufolge bereits eine fünfjährige Jugendstrafe wegen Mitgliedschaft in der ausländischen terroristischen Vereinigung »Islamischer Staat« verbüßt. Spätestens im Sommer 2023 habe er sich erneut radikalisiert.

Über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung muss nun das Landgericht Duisburg entscheiden. epd

Diplomatie

USA und Iran sollen Fortschritte bei indirekten Gesprächen gemacht haben

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erschweren eine Lösung der komplexen Konfliktlage im Nahen Osten. Nach indirekt geführten Gesprächen in Doha melden die Vermittler Fortschritte

 02.07.2026

Meinung

Was Deutschland von Albanien lernen kann

Wer immer noch überrascht tut und nicht konsequenter gegen die Mullahs vorgeht, handelt nicht nur fahrlässig, sondern lädt ihre Killer geradezu ein

von Ralf Balke  02.07.2026

Analyse

Vorteil Putin?

Früh hieß es, Russland sei einer der Profiteure des Iran-Kriegs und die Ukraine ein Verlierer. Doch das greift zu kurz

von Alexander Friedman  02.07.2026

Hintergrund

Wenn Juden- und Israelfeindlichkeit Extremisten aller Couleur vereint

Der Verfassungsschutzbericht 2025 verdeutlicht einmal mehr: Antisemitismus und Antizionismus sind der Bindekitt zwischen ansonsten inkompatiblen extremistischen Strömungen

von Michael Thaidigsmann  01.07.2026

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026

Extremismus-Bericht

Auschwitz Komitee macht AfD für gestiegenen Rechtsextremismus verantwortlich

Die Zahl der Extremisten in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz weiter gestiegen. Dafür macht das Komitee vor allem die AfD verantwortlich

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026