Antisemitismus

Angriffe in Berlin und Köln

In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz. Foto: imago

Ein Tourist aus den USA wurde am Samstagabend in Köln als »jüdischer Bastard« beschimpft und zusammengeschlagen. Der Überfall ereignete sich im Gebäude des Kölner Hauptbahnhofs. Der 37-jährige Mann war in Eile, weil er seinen in wenigen Minuten abfahrenden Zug erreichen wollte. Daher sprach er gegen 23.30 Uhr eine Gruppe Jugendlicher an, um den schnellsten Weg zu seinem Gleis zu erfahren.

davidstern Die Jugendlichen, die nach Polizeiangaben rasierte Köpfe hatten und mit schwarz-weiß-roten T-Shirts und Sweat-Shirts bekleidet waren, gingen direkt auf den Mann los, stießen ihn zu Boden und durchsuchten seine Kleidung. Als sie an einer Halskette einen Davidstern entdeckten, riefen sie »jüdischer Bastard«. Sie stahlen seine Geldbörse und seine Reisedokumente und flüchteten.

Im Berliner Stadtteil Moabit überfielen fünf Jugendliche eine französische Passantin. Die 22-jährige Frau telefonierte auf Hebräisch, als sie über den Unionplatz ging. Die Jugendlichen hörten das und sprachen sie an. Da die Frau die Frage nicht verstand, reagierte sie zunächst nicht. Lediglich, dass ein Täter sie als »Israeli« bezeichnete, konnte sie verstehen. Einer aus der Gruppe packte sie von hinten und entriss ihr das Handy, alle fünf flüchteten.

Sowohl im Kölner als auch im Berliner Fall ermittelt der Staatsschutz. ja

Berlin

Mann ersetzt Deutschlandflagge vor dem Reichstag durch Palästina-Flagge

Ein 22-Jähriger kletterte den fast 30 Meter hohen Mast auf dem Platz der Republik hinauf. Der Staatsschutz ermittelt

 08.11.2026

Ideologie

Wer darf jüdische Geschichte deuten?

Wie das progressive Milieu jüdische Identität neu definiert und Juden zu Privilegierten und Unterdrückern erklärt

von Gunda Trepp  08.11.2026

Kirsten Fehrs

Regierungsbildung in Berlin

EKD-Ratsvorsitzende fordert klare Abgrenzung von Antisemiten

Der Umgang der Linken mit ihrer Abgeordneten Vanessa Emde sorgt seit Wochen für Diskussionen. Welche Maßstäbe legt die EKD bei Antisemitismus an Parteien an?

 08.11.2026

Antisemitismus

»WerteInitiative« startet Kampagne gegen Judenhass

Antisemitismus als Chamäleon: Der Verein WerteInitiative will mit einer neuen Medienkampagne auf blinde Flecken beim Kampf gegen Judenhass aufmerksam machen

 08.11.2026

Josef Schuster

EKD-Synode

Zentralratspräsident: 9. November mahnt zu Widerspruch

Antisemitische Witze, rassistische Sprüche – auch im Bekanntenkreis sollte das aus Sicht von Zentralratspräsident Schuster nicht unwidersprochen bleiben. Der Würzburger Bischof Jung sieht Kirchen in der Verantwortung

 08.11.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  08.11.2026

Bankenviertel in Riad

Konflikt mit Saudi-Arabien

Huthi greifen Wolkenkratzer im Zentrum von Riad an

Die fast täglichen Angriffe der Huthi hinterlassen große Kratzer am Image Saudi-Arabiens als sicherer Ort für Geschäfte und Tourismus. Jetzt wird der Geschäftsbezirk von Riad getroffen

 08.11.2026

Vanessa Emde

Regierungsbildung in Berlin

Linke Emde weist Rückzugsforderung des Vorstands zurück

Die Berliner Linke-Abgeordnete Vanessa Emde soll ihr Mandat im Berliner Abgeordnetenhaus zurückgeben, so fordert es der Landesvorstand. Jetzt äußert sich Emde dazu – mit einer klaren Antwort

 08.11.2026

Gholam-Hossein Mohseni-Ejei

Menschenrechte

Iran richtet drei weitere Männer nach Massenprotesten hin

Die Proteste gegen die iranische Führung im Winter wurden gewaltsam niedergeschlagen – nun werden drei weitere Demonstranten hingerichtet. Menschenrechtler kritisieren das Vorgehen scharf

 08.11.2026