Antisemitismus

Angriffe in Berlin und Köln

In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz. Foto: imago

Ein Tourist aus den USA wurde am Samstagabend in Köln als »jüdischer Bastard« beschimpft und zusammengeschlagen. Der Überfall ereignete sich im Gebäude des Kölner Hauptbahnhofs. Der 37-jährige Mann war in Eile, weil er seinen in wenigen Minuten abfahrenden Zug erreichen wollte. Daher sprach er gegen 23.30 Uhr eine Gruppe Jugendlicher an, um den schnellsten Weg zu seinem Gleis zu erfahren.

davidstern Die Jugendlichen, die nach Polizeiangaben rasierte Köpfe hatten und mit schwarz-weiß-roten T-Shirts und Sweat-Shirts bekleidet waren, gingen direkt auf den Mann los, stießen ihn zu Boden und durchsuchten seine Kleidung. Als sie an einer Halskette einen Davidstern entdeckten, riefen sie »jüdischer Bastard«. Sie stahlen seine Geldbörse und seine Reisedokumente und flüchteten.

Im Berliner Stadtteil Moabit überfielen fünf Jugendliche eine französische Passantin. Die 22-jährige Frau telefonierte auf Hebräisch, als sie über den Unionplatz ging. Die Jugendlichen hörten das und sprachen sie an. Da die Frau die Frage nicht verstand, reagierte sie zunächst nicht. Lediglich, dass ein Täter sie als »Israeli« bezeichnete, konnte sie verstehen. Einer aus der Gruppe packte sie von hinten und entriss ihr das Handy, alle fünf flüchteten.

Sowohl im Kölner als auch im Berliner Fall ermittelt der Staatsschutz. ja

Meinung

Für die Freiheit

Seit Wochen protestieren Tausende Menschen im ganzen Land gegen das Regime. Deutschland und Europa müssen nun endlich reagieren: Und zwar mit maximaler Härte

von Shahrzad Eden Osterer  13.01.2026

Teheran

Bilder von Leichensäcken im Iran sorgen für Entsetzen

Vor dem Hintergrund der Proteste hat die Führung im Iran eine Internetsperre über das Land gelegt. Trotzdem dringen Videos, Bilder und Berichte nach außen, die Schlimmes vermuten lassen

 13.01.2026

Proteste

»Hilfe kommt«: Trump ruft Iraner zum Umsturz auf

Der US-Präsident ruft die Demonstranten dazu auf, das Mullah-Regime zu stürzen

 13.01.2026

Pro & Contra

Braucht es die Wehrpflicht?

Ja, sagt Claudia B. Berger: »Wir alle sind aufgerufen, uns in die Gesellschaft einzubringen.« Nein, findet Johannes Baranski: »Wer soll diese Aufgaben in diesem Ausmaß übernehmen?«

von Claudia B. Berger, Johannes Baranski  13.01.2026

Bad Staffelstein

Söder wünscht sich mehr Unterstützung für Proteste im Iran

»Nicht nur ›Free Palestine‹«: Auf der Klausur der CSU-Landtagsfraktion denkt der Parteichef nicht allein über die bayerische und deutsche Politik nach. Auch die Geschehnisse in Teheran treiben ihn um

 13.01.2026

Berlin

Für die Hisbollah gekämpft? Angeklagter bestreitet Vorwurf

Er soll in den Libanon gereist sein, um sich von der Miliz an Schuss- und Kriegswaffen ausbilden zu lassen. Auch an Gefechten soll er teilgenommen haben. Der Berliner liefert eine andere Erklärung

 13.01.2026

Nahost-Konflikt

Uni Jena lädt umstrittenen Publizisten Hoban wieder aus

Ein Vortrag des Vorsitzenden des unter Extremismusverdacht stehenden Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« an der Uni Jena ist abgesagt worden. Ein weiterer Vortrag wird verschoben. Studierende reagierten unterschiedlich

von Matthias Thüsing  13.01.2026

Proteste im Iran

Merz rechnet mit baldigem Ende der iranischen Staatsführung

Kanzler Merz hat die Gewalt gegen friedliche Demonstranten im Iran bereits gestern mit scharfen Worten verurteilt. Jetzt geht er noch einen Schritt weiter

 13.01.2026

Erinnerungskultur

Bund fördert Projekte zu NS-Zeit und deutscher Teilung

Der Bund fördert in den kommenden Jahren neue Projekte in Gedenkstätten

 13.01.2026