Antisemitismus

Angriffe in Berlin und Köln

In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz. Foto: imago

Ein Tourist aus den USA wurde am Samstagabend in Köln als »jüdischer Bastard« beschimpft und zusammengeschlagen. Der Überfall ereignete sich im Gebäude des Kölner Hauptbahnhofs. Der 37-jährige Mann war in Eile, weil er seinen in wenigen Minuten abfahrenden Zug erreichen wollte. Daher sprach er gegen 23.30 Uhr eine Gruppe Jugendlicher an, um den schnellsten Weg zu seinem Gleis zu erfahren.

davidstern Die Jugendlichen, die nach Polizeiangaben rasierte Köpfe hatten und mit schwarz-weiß-roten T-Shirts und Sweat-Shirts bekleidet waren, gingen direkt auf den Mann los, stießen ihn zu Boden und durchsuchten seine Kleidung. Als sie an einer Halskette einen Davidstern entdeckten, riefen sie »jüdischer Bastard«. Sie stahlen seine Geldbörse und seine Reisedokumente und flüchteten.

Im Berliner Stadtteil Moabit überfielen fünf Jugendliche eine französische Passantin. Die 22-jährige Frau telefonierte auf Hebräisch, als sie über den Unionplatz ging. Die Jugendlichen hörten das und sprachen sie an. Da die Frau die Frage nicht verstand, reagierte sie zunächst nicht. Lediglich, dass ein Täter sie als »Israeli« bezeichnete, konnte sie verstehen. Einer aus der Gruppe packte sie von hinten und entriss ihr das Handy, alle fünf flüchteten.

Sowohl im Kölner als auch im Berliner Fall ermittelt der Staatsschutz. ja

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