Antisemitismus

Angriffe in Berlin und Köln

In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz. Foto: imago

Ein Tourist aus den USA wurde am Samstagabend in Köln als »jüdischer Bastard« beschimpft und zusammengeschlagen. Der Überfall ereignete sich im Gebäude des Kölner Hauptbahnhofs. Der 37-jährige Mann war in Eile, weil er seinen in wenigen Minuten abfahrenden Zug erreichen wollte. Daher sprach er gegen 23.30 Uhr eine Gruppe Jugendlicher an, um den schnellsten Weg zu seinem Gleis zu erfahren.

davidstern Die Jugendlichen, die nach Polizeiangaben rasierte Köpfe hatten und mit schwarz-weiß-roten T-Shirts und Sweat-Shirts bekleidet waren, gingen direkt auf den Mann los, stießen ihn zu Boden und durchsuchten seine Kleidung. Als sie an einer Halskette einen Davidstern entdeckten, riefen sie »jüdischer Bastard«. Sie stahlen seine Geldbörse und seine Reisedokumente und flüchteten.

Im Berliner Stadtteil Moabit überfielen fünf Jugendliche eine französische Passantin. Die 22-jährige Frau telefonierte auf Hebräisch, als sie über den Unionplatz ging. Die Jugendlichen hörten das und sprachen sie an. Da die Frau die Frage nicht verstand, reagierte sie zunächst nicht. Lediglich, dass ein Täter sie als »Israeli« bezeichnete, konnte sie verstehen. Einer aus der Gruppe packte sie von hinten und entriss ihr das Handy, alle fünf flüchteten.

Sowohl im Kölner als auch im Berliner Fall ermittelt der Staatsschutz. ja

Nahostkonflikt

Donald Trump lobt sich selbst - und tadelt Israel

Beim G7-Gipfel im französischen Evian holte der US-Präsident erneut zu einem rhetorischen Rundumschlag aus. Anstelle von Benjamin Netanjahu lobte er Syriens Präsident Ahmed Al-Scharaa

 16.06.2026

Berlin

YouGov-Umfrage: AfD neun Prozentpunkte vor der Union

Die Partei nähert sich in einer neuen Umfrage der 30-Prozent-Marke. Der Vorsprung auf die Union ist in der Erhebung so groß wie noch nie

 16.06.2026

Berlin

Trotz Zusage: AfD-Politiker darf nicht in gehobenen Dienst

Ein AfD-Kommunalpolitiker bewirbt sich für ein Polizeistudium. Dann erfährt das Land Berlin von seinem politischen Amt und zieht die Zusage zurück. Ein Gericht hat nun vorläufig entschieden

 16.06.2026

Debatte

Politologe: AfD als rechtsextrem zu bezeichnen, schreckt kaum noch Wähler ab

In Hessen stufte der Verfassungsschutz die Partei als rechtsextremen Verdachtsfall ein. Das bestärke die AfD in ihrer Opferrolle, meint Professor Christian Stecker

 16.06.2026

Berlin

JFDA veröffentlicht Dossier zur Parole »Globalize the Intifada«

Die NGO beschäftigt sich mit der Bedeutung und Wirkung des Slogans, der in den vergangenen Monaten bei israelfeindlichen Demonstrationen verwendet worden ist

 16.06.2026

Essen

Schüler wollte Juden ermorden: Islamistischer Messerangreifer vor Gericht

Dem Angeklagten wird dreifacher versuchter Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft beabsichtigte er, möglichst viele Juden zu töten, fand aber keine

 16.06.2026

USA

Jüdische Organisationen kritisieren Iran-Abkommen

Trump sei »so fixiert darauf gewesen, ein Abkommen mit dem Iran zu erreichen, dass er ohne jede Scheu bereit war, Israel beiseitezuschieben«, sagt Halie Soifer, die Vorsitzende des Jewish Democratic Council of America

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Heemstede

Niederländische Polizei vereitelt Anschlag auf Synagoge

Zwei Jugendliche und zwei Erwachsene befinden sich in Haft. Ziel des geplanten Anschlags soll ein jüdisches Gotteshaus gewesen sein

 16.06.2026