NS-Prozess

Angeklagter erklärt sich für unschuldig

Eingang zur Gedenkstätte des ehemaligen KZ Sachsenhausen Foto: imago images/Jürgen Ritter

Im NS-Prozess gegen einen früheren Wachmann des KZs Sachsenhausen hat sich der Angeklagte für unschuldig erklärt. Sachsenhausen sei ihm unbekannt, sagte der 100-jährige Josef S. am Freitag in der Gerichtsverhandlung in Brandenburg an der Havel.

In der Befragung zu seinem Lebenslauf äußerte sich S. zwar zu Kindheit, Armeezeit in Litauen, Kriegsgefangenschaft und der Zeit in der DDR, jedoch nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, als SS-Wachmann des Konzentrationslagers zwischen 1942 und 1945 Beihilfe zum Mord in mindestens 3518 Fällen geleistet zu haben. (AZ: 11 Ks 4/21)

nebenkläger Der 79-jährige französische Architekt Antoine Grumbach, Sohn eines in Sachsenhausen ermordeten Widerstandskämpfers und Nebenkläger in dem Verfahren, zeigte sich bestürzt. »Das ist die Amnesie«, sagte er in der Gerichtsverhandlung. Selbst wenn der Angeklagte nichts zu den Vorwürfen sagen sollte, sei er für ihn »der absolute Komplize dieser Todesmaschinerie« in Sachsenhausen. Der 84-jährige Chris Heijer, Sohn eines niederländischen Widerstandskämpfers, der in Sachsenhausen erschossen wurde, sagte, Mord sei »kein Schicksal, sondern ein Verbrechen«.

 »Man sieht, wie weit der Schmerz reicht und wie die Geschichte kein Ende findet in der Erinnerung und im Herzen der Menschen, die gelitten haben, und welch große Leere da ist, die nie ausgefüllt werden konnte«, sagte der geschäftsführende Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, am Rande der Verhandlung dem Evangelischen Pressedienst (epd). epd

Berlin

»Clanbosse gehören hinter Gitter, nicht auf Wahlpartys«

Die Linke steht nach den zahlreichen Antisemitismusvorfällen in der Partei nun wegen zwei Besuchern in der Kritik, die der organisierten Kriminalität und dem gegen Israel gerichteten Terrorismus zuzuordnen sind

 21.09.2026

Berlin

»Dass Herr Remmo sich freut, das ist ja wohl klar«

Jetzt äußert sich Berlins Innensenatorin Spranger zum Besuch des arabischstämmigen Remmo-Clans-Chef bei einer Wahlveranstaltung des möglichen Koalitionspartners Die Linke

 21.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Wahl in Berlin

Zentralrat der Juden warnt vor Regierungsbeteiligung der Linken

Präsident Josef Schuster hat sich trotz des Wahlsiegs der Partei Die Linke in Berlin dagegen ausgesprochen, diese mit Regierungsverantwortung zu betrauen

 20.09.2026

Landtagswahlen

Merz: CDU-Ergebnis in MV »ein Desaster«

Die CDU muss bei den Wahlen zu den Landesparlamenten in der Hauptstadt und im Nordosten Verluste einstecken. Der Kanzler und Parteivorsitzende äußert sich gleich kurz nach Schließung der Wahllokale

 20.09.2026

Landtagswahl

Hochrechnungen: Linke bei Berlin-Wahl klar vor CDU

In den Umfragen lagen Linke und CDU zuletzt in etwa gleichauf. Nach den ersten Zahlen deutet sich ein deutlicher Gewinner an

 20.09.2026 Aktualisiert

Landtagswahl

Hochrechnungen: AfD knapp vor SPD in MV - CDU zittert

In Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit ihrer SPD in den vergangenen Wochen eine Aufholjagd hingelegt. Nach ersten Zahlen verfehlt ihre Partei dennoch Platz eins

 20.09.2026 Aktualisiert

Nahost

Regierungstruppen im Jemen erobern Gebiete von Huthi zurück

Nach der Blitzoffensive der Huthi laufen die Gefechte im jemenitischen Gebirge weiter. Einen strategischen Erfolg kann aber keine der Konfliktparteien erreichen

 20.09.2026

Sachsen-Anhalt

Halle: Gemeindevorsitzender hat keine Angst vor AfD-Regierung

Max Privorozki kritisiert in einem aktuellen Interview das Geschichtsbild der AfD in Sachsen-Anhalt. Er wolle jedoch abwarten, »was die Partei tatsächlich umsetzen würde«

 20.09.2026