Sport

Alon Meyer beklagt mehr Antisemitismus in Deutschland

Makkabi-Präsident Alon Meyer Foto: imago/Martin Hoffmann

Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, beklagt den zunehmenden Antisemitismus gegenüber den mehr als 5000 jüdischen Sportlerinnen und Sportlern im Land. »Seit der Flüchtlingswelle 2015 ist es nach unserem Empfinden wieder schlimmer geworden«, sagte der 47-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor dem Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Israel in Sinsheim an diesem Samstag (20.45 Uhr/ZDF).

FUßBALLPLÄTZE Die Situation für Jüdinnen und Juden auf deutschen Fußballplätzen sei »inakzeptabel«, sagte Meyer vom Turn- und Sportverband Makkabi: »Vor allem, wenn es im Nahen Osten eskaliert, dann ist es hier besonders schrecklich. Spielen wir dann am Wochenende in der Kreisliga gegen einen Gegner mit überwiegend muslimischen Spielern, dann ist das Stress, Hektik, Aggression.«

Meyer forderte in dem Interview: »Die anständige Mehrheit muss aus der Komfortzone heraus. Jeder in Deutschland müsste lauter werden, sich für das, was uns stark macht, einsetzen.« Die großen Verbände wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) oder der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) »sollten mit den finanziellen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, die guten Bewegungen wirklich unterstützen«, sagte Meyer. dpa

Europäisches Parlament

»Auschwitz ist eine Fälschung«: Immunität aufgehoben

Der rechtsextreme Politiker Grzegorz Braun muss sich in gleich mehreren Strafverfahren vor Gericht verantworten, unter anderem wegen Holocaustleugnung

 27.03.2026

Drohung

Katz: Israel verstärkt Angriffe im Iran

Das Vorgehen des Militärs gegen das Mullah-Regime werde nun stärker ausfallen und auf zusätzliche Ziele und Bereiche ausgeweitet, sagt der israelische Verteidigungsminister

 27.03.2026

Berlin

Tausende Straftaten bei israelfeindlichen Demonstrationen

Gewalt- und Propaganda-Delikte sowie Volksverhetzung in Hunderten Fällen wurden registriert

 27.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  27.03.2026

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Kommentar

Wie mit dem Völkerrecht Israel delegitimiert wird

Der Angriff auf den Iran sei eindeutig völkerrechtswidrig, sagen zahlreiche Experten. Sie machen es sich zu einfach. Denn es spricht viel dafür, dass Israel ein Recht auf präventive Selbstverteidigung hat

von Monika Polzin  27.03.2026

Berlin

Antisemitischer Angriff in Prenzlauer Berg

Das Opfer schrieb hebräische Texte in ein Buch. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ermittelt

 27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026