Antisemitismus

Aktionstag gegen Verschwörungsmythen

Verschwörungserzählungen erreichen über soziale Netzwerke und Chatgruppen derzeit ein Millionenpublikum. Foto: imago images/Christian Ohde

Die Berliner Amadeu Antonio Stiftung veranstaltet am Freitag im Internet einen Aktionstag gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus.

Gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum solle dabei über Verschwörungserzählungen und ihren antisemitischen Kern aufgeklärt werden, teilte die Stiftung am Donnerstag in Berlin mit. Auch sollen Tipps zum Umgang mit solchen Phänomenen gegeben werden.

INITIATIVEN An dem Aktionstag beteiligen sich den Angaben zufolge bundesweit Initiativen mit Live-Diskussionen, Webinaren und Beiträgen in den sozialen Netzwerken.

Beobachtet werde eine besorgniserregende Verbreitung von Verschwörungserzählungen rund um das Coronavirus. Damit einher gingen auch antisemitische und rassistische Weltbilder.

Verschwörungserzählungen erreichten über soziale Netzwerke und Chatgruppen derzeit ein Millionenpublikum. Dabei würden komplexe Zusammenhänge auf das Wirken einzelner Personen oder Gruppen reduziert.

WELTBILDER Solche teils harmlos wirkenden Verschwörungsmythen ebneten den Weg in antisemitische und rassistische Weltbilder, die zu konkreten Angriffen auf konkrete Gruppen führten.

Parallel zum Aktionstag startet den Angaben zufolge eine Kampagne »seriously? #glaubnichtalles was du hörst!«. Unter www.corona-entschwoerung.de seien die wichtigsten Informationen rund um Verschwörungsideologien, den Umgang mit ihren Anhängern und zentrale Argumente zum Entkräften der gängigsten Corona-Verschwörungsmythen aufgeführt. epd

Meinung

Israel hat seine Zukunft zurück

Ran Gvili, die letzte Geisel in Gaza, wurde geborgen und nach Israel überführt.

von Sabine Brandes  26.01.2026

Serie

»Holocaust«-Serie: Wendepunkt der deutschen Erinnerungskultur

Vor 47 Jahren wurde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die US-Serie »Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss« ausgestrahlt. Der damals verantwortliche Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel erinnert sich an Widerstände und weinende Anrufer

von Jonas Grimm  26.01.2026

Schleswig-Holstein

Vandalismus an Synagogen-Mahnmal in Kiel sorgt für Entsetzen

Zertretene Blumen und Kerzen: Politiker verurteilen die Verwüstungen des Synagogen-Mahnmals in Kiel - und sprechen von einem feigen Akt

 26.01.2026

Berlin

Geschichte jüdischer Politiker: Bundestag zeigt neue Ausstellung

Tagebücher, Videos und Briefe: Eine neue Ausstellung im Bundestag zeigt die Biografien jüdischer Politiker. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer Überlebenden des Holocaust

von Nikolas Ender  26.01.2026

Tova Friedman mit Enkel Aron Goodman

Mahnung

Überlebende Friedman über AfD: Ich möchte sie konfrontieren

Die Holocaust-Überlebende Tova Friedman wird am Mittwoch im Bundestag sprechen. Bewusst teilt sie ihre Erinnerungen öffentlich - um aufzuklären und deutlich zu machen, dass sich Juden nie wieder verstecken dürften

 26.01.2026

Berlin

Mehr Störungen an NS-Gedenkstätten

In Gästebüchern wird immer öfter eine Tonlage »im Grenzbereich zwischen antisemitischen und israelfeindlichen Inhalten« registriert

 26.01.2026

Essay

Zynische Umdeutung der Geschichte

Der Holocaust ist zur moralischen Währung geworden – und wird nun gegen die Juden selbst verwendet

von Johannes C. Bockenheimer  26.01.2026

Interview

»Den Worten müssen Taten folgen«

Ron Prosor über das Holocaust-Gedenken am 27. Januar, die Bedrohung jüdischen Lebens, den Zustand des deutsch-israelischen Verhältnisses und seine Position als Botschafter in Berlin

von Detlef David Kauschke  26.01.2026

New York

Columbia University beruft Jennifer Mnookin zur neuen Präsidentin

Die jüdische Rechtswissenschaftlerin übernimmt, nachdem in den vergangenen zwei Jahren zwei Präsidenten zurückgetreten waren – wegen ihres unzureichenden Umgangs mit Antisemitismus auf dem Campus

 26.01.2026