Berlin

450 Einsatzkräfte schützen jüdische Einrichtungen

Zwei Polizisten stehen vor dem Eingang der Neuen Synagoge an der Oranienburger Straße Foto: picture alliance/dpa

Der Berliner Polizei stehen aktuell insgesamt 450 Stellen zum Schutz jüdischer Einrichtungen zur Verfügung. Jüdische und israelische Einrichtungen würden »einer erhöhten abstrakten Gefährdung« unterliegen, daher befänden sich die Sicherheitsmaßnahmen »lageangepasst auf einem hohen Niveau«, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort der Senatskulturverwaltung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

Zudem seien im laufenden Jahr zwei Millionen Euro in bauliche Sicherheitsleistungen für jüdische Einrichtungen investiert worden sowie 1,5 Millionen Euro in mobile Sicherheitsleistungen für jüdische Gemeindeeinrichtungen.

Mehr als 1.200 antisemitische Straftaten

Wie aus der Anfrage weiter hervorgeht, sind in diesem Jahr bis 21. Oktober 1.212 antisemitische Straftaten im Kriminalpolizeilichen Meldedienst eingegangen. Darunter befinden sich demnach 36 Gewaltdelikte und drei Fälle von Terrorismus. Bei einem erheblichen Anteil der Straftaten handelt es sich laut Senatskulturverwaltung um Landfriedensbrüche und Widerstandsdelikte bei Demonstrationen. Im vergangenen Jahr wurden in der Statistik 1.828 Straftaten erfasst. epd

Diplomatie

Jens Spahn reist nach Israel

Der Unions-Fraktionschef wird am Mittwoch unter anderem Gespräche in der Knesset führen

 03.02.2026

Vorwurf

Büttner kritisiert linken Antisemitismus

Linke glaubten häufig, sie könnten keine Antisemiten sein, sagt Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter. Dieses Selbstbild werde jedoch von der Realität widerlegt

 03.02.2026

Wiesbaden

Letzte Geisel identifiziert - Hessen holt Israel-Flagge ein

Zur Klarheit über das Schicksal aller Verschleppter sagt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU): »Wir hoffen, dass das ein weiterer Schritt zur Befriedung des Nahostkonflikts ist.«

 03.02.2026

Umwidmung

Kein Zeitplan für Yad-Vashem-Straße in Berlin

Nach der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll ein Straßenabschnitt im Herzen von Berlin benannt werden. Bislang ist unklar, wann dies erfolgt

 03.02.2026

USA

Trump will eine Milliarde Dollar von Elite-Uni Harvard

Der Präsident wirft der Fakultät antisemitisches Verhalten vor. Ein Bericht der »New York Times« bringt neuen Schwung in den Streit

 03.02.2026

Teheran

Regime fürchtet Eskalation: US-Schlag könnte Machtapparat ins Wanken bringen

Externer Druck könnte einen erneuten landesweiten Aufstand begünstigen, heißt es aus dem Umfeld hochrangiger Entscheidungsträger im Iran

 03.02.2026

USA

Massiver Anstieg antisemitischer Straftaten in New York

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelt sich die Zahl der durch Judenhass motivierten Taten fast

 03.02.2026

Washington D.C./Teheran

Können Gespräche zwischen den USA und Iran eine Eskalation verhindern?

In den kommenden Tagen könnte es in Istanbul zu hochrangigen Gesprächen über das iranische Atomprogramm kommen. Regionalmächte vermitteln zwischen dem Teheraner Regime und den USA

 03.02.2026

Kommentar

Antisemitismus im »Safe Place«: Die Kunstakademie Düsseldorf macht’s möglich

Eine Kunstakademie sollte Räume für kritisches Denken öffnen - aber nicht für Ideologien, die Menschenfeindlichkeit salonfähig machen

von Nicole Dreyfus  02.02.2026