Meinung

Beim Israelhass bleibt Sahra Wagenknecht sich treu

Sahra Wagenknecht Foto: picture alliance / epd-bild

Israel wird vom Iran und seinen Terrorgruppen Hamas, Hisbollah, Huthis und Co. existentiell angegriffen und Sahra Wagenknecht fordert in dieser Situation eine Entsolidarisierung von Israel. Ihr Lippenbekenntnis zum Selbstverteidigungsrecht Israels ist eine Blendgranate, da daraus nichts Konkretes folgt.

Allerdings: Wagenknecht bleibt sich treu. Ihre antiisraelischen Tiraden sind antizionistische SED-Politik »in Chanel«. Deshalb dürfen demokratische Parteien sich nicht mit dem BSW gemein machen. Wer mit dem BSW koaliert, versündigt sich an Israels Sicherheit, der deutschen Staatsräson.

Sarah Wagenknecht war ein überzeugtes SED-Mitglied. Sie trauerte der DDR nach. Die DDR war der Schutzengel der Palästinenser in ihrem Kampf zur Vernichtung des Staates Israel. Palästinensische Terroristen wurden in der DDR trainiert, ihre Waffenbrüder von der RAF in der DDR geschützt. In diesem Geiste und Dunstkreis macht der BSW Nahostpolitik.

Das Völkerrecht ist Grundlage und Rahmen für Israels Selbstverteidigung. Das sieht Israel so. Das sehen wir so. Es gibt keinen Grund, das zu bezweifeln.

Deshalb ist Wagenknechts Entsolidarisierungsforderung ein billiges, antizionistisches Machwerk. Wagenknecht ist nicht nur die 5. Kolonne Moskaus, sondern auch die antizionistische Sturmtruppe Teherans.

Dass Israel bei der Kriegsführung auch Fehler macht und einzelne Soldaten und Offiziere womöglich auch Grenzen überschreiten, heißt nicht, dass die IDF vorsätzlich Kriegsverbrechen begeht oder diese auch nur toleriert.

Erinnert sei: Deutschland hat faktisch keine relevanten vergleichbaren Einsatzerfahrungen. Dennoch gab es einen Vorfall wie in Kunduz. Für das deutsche Oberlehrertum gibt es keine Veranlassung, weder von links noch von rechts. 

Volker Beck ist Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Meinung

Für die Freiheit

Seit Wochen protestieren Tausende Menschen im ganzen Land gegen das Regime. Deutschland und Europa müssen nun endlich reagieren: Und zwar mit maximaler Härte

von Shahrzad Eden Osterer  13.01.2026

Kommentar

Europa und der Iran: Zaudernde Zaungäste

In Brüssel heißt es, man beobachte die sich dramatisch zuspitzende Lage im Iran »aufmerksam«. Doch warum macht die EU ihren Einfluss auf das Mullah-Regime nicht geltend?

von Michael Thaidigsmann  13.01.2026

Meinung

Die Hamas muss sich entscheiden: Deal or no deal?

Die Terrororganisation hält sich nicht an das Waffenstillstandsabkommen mit Israel und verzögert so dessen Umsetzung. Der Druck auf die Hamas muss nun unbedingt erhöht werden

von Sarah Cohen-Fantl  13.01.2026

Kommentar

Wir müssen unsere Kinder schützen

In Israel wurde ein 14-jähriger Junge bei Protesten gegen die Wehrpflicht von einem Bus erfasst und getötet. Hier reflektiert ein orthodoxer Rabbiner aus Jerusalem, was sich ändern muss

von Rabbiner Raphael Evers  12.01.2026

Meinung

Wo bleibt Deutschlands Unterstützung für die Iraner?

Bisher äußerte sich der Bundeskanzler schmallippig zu den Protesten gegen die Mullahs. Es wird Zeit, dass er aus Europa Druck auf die Mullahs macht

von Saba Farzan  11.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Ich gebe die Hoffnung für Brandenburg nicht auf

Nach dem Koalitionsbruch muss die Politik die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen

von Alex Stolze  09.01.2026

Meinung

Instrumentalisiertes Leid kennt keine Moral

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana braucht es Mitgefühl und Respekt. Wer eine lokale Tragödie von existenzieller persönlicher Wucht für politische Deutungen missbraucht, handelt zynisch – und entwürdigt die Betroffenen.

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Kommentar

Keine großen Sorgen vor Mamdani, bitte

Hannes Stein über den neuen Bürgermeister von New York und die Herausforderungen, die der Job für den Israelhasser mit sich bringt

von Hannes Stein  07.01.2026