Meinung

98-mal Hoffnung

Melody Sucharewicz Foto: Elad Malka

Meinung

98-mal Hoffnung

Melody Sucharewicz sieht die Hamas entschieden geschwächt und bangt mit ganz Israel um die Geiseln in Gaza

von Melody Sucharewicz  15.01.2025 12:26 Uhr

Ein Deal zur Befreiung der Geiseln ist so nah wie nie. Die Hamas ist schwach. Sie weiß, dass sie mit jedem Tag schwächer wird. 3000 ihrer Terroristen wurden allein in den vergangenen drei Monaten von der israelischen Armee (IDF) getötet. Die Hamas ist isoliert. Durch Israels brillante wie effektive Schläge gegen die Hisbollah und die Ayatollahs. Die Hamas steht unter Druck. Sie weiß, dass Israel mit dem neuen amerikanischen Präsidenten den nötigen strategischen Spielraum hat, zu verhindern, dass Gaza wieder zu einem Terrorhub wird.

Deshalb gibt es Grund zur Hoffnung. Für die Familien der 98 Geiseln. Für ganz Israel, das das kollektive Trauma erst verarbeiten kann, wenn die letzte Geisel aus den Foltertunneln der Hamas befreit wird. Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Deal, der nun auf dem Tisch liegt. Aber die Hoffnung bleibt fragil.

Lesen Sie auch

Die Hamas ist eine sadistische, blutrünstige Terrororganisation, die Menschen vergewaltigte, sie kaltblütig ermordete, verbrannte und ihre monströsen Verbrechen per Livestream mit der Welt teilte. Bis die letzte Geisel frei ist, kämpfen wir weiter. Die IDF kämpft im Gazastreifen, wir kämpfen auf den Straßen. Denn trotz der Terror-Terabytes im Netz, trotz der zu Realityshows stilisierten Videos gefolterter Mädchen und den blutüberströmten Leichen hingerichteter Geiseln ist es zu still auf den Straßen. Auch in Deutschland.

»Germany is next«, sagten die Hamas-Terroristen der Geisel Yarden Roman, als sie erfuhren, dass sie deutsche Staatsbürgerin ist. Seit dem 7. Oktober haben wir Klarheit: Israel kämpft nicht nur für Israel, sondern für die gesamte freie Welt. Wer schweigend hinnimmt, dass Kinder aus ihren Betten gerissen und verschleppt werden, hat den Kampf verloren. Nächste Woche errichten wir erneut den Platz der Hamas-Geiseln in Berlin. Wer seine demokratischen Freiheiten liebt, kommt und zeigt Solidarität.

Die Autorin ist deutsch-israelische Aktivistin und setzt sich weltweit für die Geiseln und ihre Familien ein.

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich klar und deutlich als solche benannt werden

von Ali Ertan Toprak  29.07.2026

Vladimir Shikhman

Meinung

Das ibug-Festival 2025 – eine sächsische Documenta?

Antisemitismus in der Kunst: Auf dem internationalen ibug-Festival in Chemnitz wurden im vergangenen Jahr Werke gezeigt, die antisemitische Klischees reproduzierten. Droht dieses Jahr eine Wiederholung?

von Vladimir Shikhman  28.07.2026

Meinung

KI: Wie die Welt einmal untergehen könnte

Der Kontrollverlust der Softwarefirma OpenAI über ihr neuestes Modell macht erneut die Notwendigkeit deutlich, KI-Technologie stärker zu regulieren. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft der Menschheit

von Joshua Schultheis  28.07.2026

Meinung

»Blutspur Antwerpen« – Ein Lehrstück in Sachen Antisemitismus

Keine einzige Rezension hat den Krimi bislang als das gewertet, was er ist: Ein rassistisches Machwerk in Gestalt einer »antisemitischen Parabel«

von Achim Bühl  27.07.2026

Meinung

Die Gefahr des Islamismus endlich ernst nehmen

Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD reichen Bekundungen der Trauer und Betroffenheit nicht. Es braucht konkretes gesetzgeberisches Handeln, um dem Terror zu begegnen

von Volker Beck  26.07.2026

Meinung

»Glückwunsch« zum Genozid-Vorwurf

Solange die Grüne Jugend einseitig gegen Israel gerichtete Beschlüsse fasst, kann sie kein Partner im Kampf gegen Antisemitismus sein

von Anika Schmütz  26.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  26.07.2026

Meinung

Wo ist der Geist von Sarajevo?

Auch in Deutschland rufen Vertreter der bosnischen Diaspora zunehmend nach harten Sanktionen gegen Israel und scheuen den Dialog mit den jüdischen Gemeinden hier. Das war schon einmal anders

von Marc Simon  24.07.2026