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Zwischen Gropiusbau und Hamburger Bahnhof

Yali Sobol hat Berlin im Rahmen der Deutsch-Israelischen Literaturtage das erste Mal besucht. Für die Jüdische Allgemeine schreibt er an dieser Stelle, wie dieser Abstecher in die Hauptstadt auf ihn wirkt – in Worten, Bildern oder mit Musik.

Ein cleverer Typ in einer Kreuzberger Bar erzählte mir, dass der deutsche Regisseur Rainer Werner Fassbinder einmal sagte: Wenn man etwas nicht ändern kann, kann man es immerhin beschreiben. Ich habe mir am Wochenende zwei Ausstellungen von zwei großartigen Beschreibern angesehen.

Diktatoren Zum einen die von Ai Weiwei im Martin-Gropius-Bau. Zum anderen die von Harun Farocki im Hamburger Bahnhof. Beide Künstler setzen sich mit monströsen Mechanismen auseinander: Ai Weiwei mit chinesischen Diktatoren und Farocki mit der Rüstungsindustrie in den USA.

Ai Weiwei ist sehr grell, Farocki lichtdurchflutet und wenig selbstbezogen. Beide Künstler tragen aber meiner Meinung nach dazu bei, einen Blick auf ein Monster zu werfen. Eines mit vielen verschiedenen Gesichtern, die in unserem Alltag gegenwärtig sind.

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