Köln

»Zweiflers«-Schauspieler: Jiddisch sollte nicht verschwinden

Mike Burstyn Foto: picture alliance / abaca

Jiddisch sollte nach Worten des Schauspielers Mike Burstyn gerade als gesprochene Sprache nicht verschwinden. Gleichwohl gebe es diese Gefahr, sagte Burstyn, Jahrgang 1945, im Deutschlandfunk am Freitag.

Er spielt in der ARD-Serie »Die Zweiflers« über mehrere Generationen einer jüdischen Familie in Frankfurt am Main den Großvater und »Patriarchen«. In der Serie wird auch Jiddisch gesprochen.

Mit seiner eigenen Familie spreche er Englisch und Hebräisch, sagte der israelisch-amerikanische Schauspieler. Seine Enkel könnten ein paar jiddische Wörter. »Leider ist es die Realität, dass Jiddisch eine Sprache der vergangenen Generation ist.«

Die Geschichte der »Zweiflers« sei universell, betonte Burstyn. In vielen Familien hätten die unterschiedlichen Generationen dieselben Probleme und Themen. Die Serie erzähle eine Familiengeschichte, weshalb sie so erfolgreich sei. Die sechsteilige Serie läuft derzeit noch in der ARD-Mediathek und war am 10. Mai im Fernsehen zu sehen. kna

Kalifornien

Israelischer Schauspieler Guy Kapulnik stirbt bei Flugzeugabsturz

Parallel zur Schauspielerei entwickelte sich das Fliegen zu einem zentralen Bestandteil seines Lebens

 02.10.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  02.10.2026

Auszeichnung

Rafael Seligmann erhält Gerty-Spies-Literaturpreis

Der Schriftsteller Rafael Seligmann setzt sich mit seinem Werk dafür ein, dass die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland nicht vergessen wird. Dafür wird er in Mainz ausgezeichnet

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Aufgegabelt

Gitti

Unser Rezept der Woche!

 01.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Imanuel Marcus, Katrin Richter  02.10.2026 Aktualisiert

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 01.10.2026

Aufruf

Rapper Danger Dan: Man darf sich von Angst nicht lähmen lassen

Das ZDF untersagte im Sommer den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit ihrem Song »Keine Angst« in der Satire-Sendung »Die Anstalt«. Doch das Lied motivierte andere, aktiv zu werden gegen Neonazi-Umtriebe

von Barbara Just  01.10.2026

»NAZA«

Die Banalität der Propaganda

Der umstrittene Film über Israels digitale Kriegsführung in Gaza beherrscht das Spiel mit Gefühlen. Ein Versuch, sachlich zu bleiben

von Sophie Albers Ben Chamo  30.09.2026