Restitution

»Wegducken und Wegschauen«

Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses Foto: dpa

Der Präsident des World Jewish Congress (WJC), Ronald S. Lauder, hat Deutschland zu konsequenteren Anstrengungen bei der Rückgabe von NS-Raubkunst aufgefordert.

Dass mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Gräuel des Holocausts immer noch über die Rückgabe geraubter Kunstwerke gesprochen werde, sei »ein Beleg für organisierte Verantwortungslosigkeit, für Wegducken und Wegschauen«, schreibt Lauder in einem Beitrag für die »Süddeutsche Zeitung« (Freitag).

limbach-kommission Am heutigen Freitag berät der Bundestag über eine Reform der sogenannten Limbach-Kommission, die für die Rückgabe von NS-Raubkunst, insbesondere aus jüdischem Besitz, zuständig ist.

Lauder lobte den fraktionsübergreifenden Antrag, wonach die Kommission unter anderem ein Sekretariat in Berlin und ein höheres Budget erhalten soll, aus dem Opfer und Erben aus dem Ausland Forschungsförderung zur Wiedererlangung ihrer von den Nationalsozialisten geraubten Kunstwerke beantragen können. Der Antrag soll zudem den Druck auf Museen und Sammlungen erhöhen, wenn diese nicht kooperieren.

Er bleibe aber skeptisch, so Lauder: »Zu oft hat der deutsche Staat Änderungen angekündigt und versprochen, die Perspektive der Opfer in den Mittelpunkt der Raubkunstdebatte in Deutschland stellen zu wollen.« Der Bundestag lege mit seinem Antrag nun eine hohe Messlatte. »Sie darf unter keinen Umständen gerissen werden.«  kna

New York

Zoë Kravitz sorgt mit Spitzenkleid für Aufsehen

Die frisch Verlobte Darstellerin erscheint in einem schwarzen, transparenten Spitzenkleid aus dem Haus Saint Laurent, über das alle US-Modeblätter schreiben. Aber wo ist der Verlobte?

 05.05.2026

Berlin/New York

»Der Teufel trägt Prada 2« startet mit starkem Kinoerfolg

Rund 625.000 Besucher am Startwochenende: Die Fortsetzung der Modewelt-Satire begeistert das Kinopublikum in Deutschland und sorgt für einen der besten Filmstarts des Jahres

 05.05.2026

Wien

Glanzauftritt mit »Diamant«: Noam Bettan überzeugt bei erster ESC-Probe

Zum Auftakt der Performance erscheint Bettan gemeinsam mit einer Tänzerin aus dem Inneren des Bühnenelements, das einem Edelstein nachempfunden ist

 05.05.2026

»Imanuels Interpreten« (20)

Progressive Rock-Pioniere: Die Shulman-Brüder und ihre Band Gentle Giant

Mit einer Überdosis Kreativität betrieben die drei schottischen Juden Phil, Derek und Ray Shulman eine Formation, die herausstach

von Imanuel Marcus  04.05.2026

Kunst

Iran nimmt nicht an Biennale in Venedig teil

Die wichtige Kunstveranstaltung Biennale in der Lagunenstadt Venedig hat mit heftigen Kontroversen zu tun. Nun scheidet ein Teilnehmerland aus

 04.05.2026

TV-Kritik

»Nie allein«: Arte-Drama über Finnlands Kooperation mit Nazi-Deutschland

1942 lieferte Finnland eine Gruppe von Juden an die Nationalsozialisten aus, fast alle wurden kurz darauf ermordet. Eine internationale Koproduktion erzählt ihre Geschichte - und die von Abraham Stiller

von Katharina Zeckau  04.05.2026

Belu-Simion Fainaru

»Als Künstler spreche ich eine universelle Sprache«

Der israelische Bildhauer über den Rücktritt der Jury und die Politisierung der Kunstbiennale von Venedig

von Ayala Goldmann  04.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  04.05.2026

Howard Rossbach

Wanderer zwischen Ostküste und Oregon

Er ist Spross einer Familie bekannter Politiker und Bankiers. Doch seit 50 Jahren reüssiert der gebürtige New Yorker Howard Rossbach am anderen Ende Amerikas als Winzer. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  04.05.2026