Jüdisches Museum Berlin

Viel vor im neuen Jahr

Das Jüdische Museum Berlin hat schon am Donnerstagabend das neue jüdische Jahr begrüßt – denn Peter Schäfer, der Direktor des Museums, hatte zum Neujahrsempfang in die Lindenstraße eingeladen.

Doch Rosch Haschana, das wohl für die meisten ganz im Zeichen von Granatäpfeln und Honig steht, hat gerade in diesem Jahr viel mit der Ausstellung im Jüdischen Museum zu tun. »Passend zum Neujahrsfest haben Sie dieses Jahr die Gelegenheit, unsere Ausstellung zur Opferung Isaaks zu besuchen. Passend deswegen, weil nach der Tradition das Blasen des Schofars an Rosch Haschana an den Widder erinnert, den Abraham auf Gottes Geheiß anstelle seines Sohnes Isaak opferte.«

Außerdem werde die biblische Liturgie von der Opferung Isaaks am zweiten Tag des Neujahrsfestes im Synagogengottesdienst vorgelesen, sagte Schäfer in seiner Begrüßung.

Kol Nidrei Bevor die Kuratorin des Museums, Michal Friedlander, den Gästen viel Wissenswertes über das Kol Nidrei erzählte und Josua Petersen sowie Minhye Choi von der Hochschule für Musik Hanns Eisler das Gebet anschließend musikalisch interpretierten, blickte Peter Schäfer noch auf die bevorstehenden Pläne des Jüdischen Museums. Man habe sich für die Zukunft viel vorgenommen.

»Der konkrete Planungsprozess für die neue Dauerausstellung hat begonnen. Dasselbe gilt für das Kindermuseum, das wir in dem bisher ungenutzten Teil der ehemaligen Blumengroßmarkthalle hinter unserer Akademie errichten wollen.« Auch die Programme der Akademie – Migration, Minderheiten und Diversität sowie Jüdisch-islamisches Forum – sollen gezielt ausgebaut werden. Und während der Umbauphase der Dauerausstellung im Altbau des Museums soll es eine große Wechselausstellung über Jerusalem geben.

Zu fortgeschrittener Stunde legte dann Aviv Neter auf, der die mittlerweile mehr als bekannten »Meschugge«-Partys in Berlin veranstaltet. ja

www.jmberlin.de
www.arte.tv/guide/de/060193-000/der-grausame-gott

Israel

Wie Quentin Tarantino Israelis den Kinobesuch vermiest

Berichte über Quentin Tarantinos Kinobesuche gehen in Israel viral. Eine Frau hätte ihn beinahe angebrüllt

von Sophie Albers Ben Chamo  15.09.2026

Dearborn

Henry Fords antisemitische Vergangenheit in Ausstellung behandelt

Im nächsten Jahr öffnet Fair Lane, das frühere Anwesen von Henry Ford, wieder für Besucher. Die Einrichtung stellt sich nun einer Vergangenheit, die in der Region lange nur unzureichend thematisiert wurde

 15.09.2026

Tel Aviv

IDF-Chef prüft rechtliche Schritte gegen Film »Naza«

Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnet bisher bekannt gewordene Teile der Doku als »Ritualmordlegenden, bewusste Verzerrungen der Realität und falsche Anschuldigungen gegen IDF-Soldaten«

 15.09.2026

TV-Tipp

Sehenswertes Doku-Historiendrama über 900 jüdische Flüchtlinge

HR zeigt »Die Ungewollten - Die Irrfahrt der St. Louis«

von Jan Lehr  15.09.2026

Berlin

Briefe nach dem Holocaust: Yad Vashem präsentiert Sammelband

Jüdische Überlebende der NS-Verfolgung erlebten die unmittelbare Nachkriegszeit voller Widersprüche zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ihre Eindrücke erscheinen nun erstmals auf Deutsch

 15.09.2026

Los Angeles

Noah Wyle gewinnt erneut Emmy – »The Pitt« und die jüdische Seite des Dr. Robby

Für den Darsteller und Produzenten ist die Auszeichnung eine besondere Rückkehr an die Spitze der amerikanischen Fernsehwelt

 15.09.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 15.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  15.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 15.09.2026 Aktualisiert