Erinnerungsarbeit

Uni Köln kooperiert mit Yad Vashem

Die Uni Köln am Albert Magnus Platz Foto: imago images/Eduard Bopp

Die Kölner Universität und die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wollen Lehrer gemeinsam auf die Antisemitismus-Bildung vorbereiten. Anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome unterzeichnen die Partner am kommenden Mittwoch in einer digitalen Zeremonie eine entsprechende Kooperationsvereinbarung, wie die Hochschule Köln mitteilte.

Die Zusammenarbeit erweitere ein bereits bestehendes Projekt, in dem Kölner Studenten unterschiedliche Formate zur Arbeit gegen Antisemitismus kennenlernen können. Mit Köln werde eine dritte deutsche Universität Kooperationspartner der Gedenkstätte.

Partner »Die Universität zu Köln legt großen Wert auf Forschung, die Demokratie fördert und Verschwörungsfantasien, Antisemitismus und Hass aufdeckt«, sagte Rektor Axel Freimuth. »Mit Yad Vashem haben wir nun einen starken Partner, mit dem wir eine inklusive und demokratische Zukunft gestalten können.« Der Leiter der International School for Holocaust Studies (ISHS) in Yad Vashem, Eyal Kaminka, betonte die anhaltende historische Bedeutung und Relevanz des Holocaust für Schüler und Lehrer. Die Zusammenarbeit mit der Kölner Uni erlaube es, Fragen zu Rassismus, Antisemitismus und bleibender Verantwortung zu bearbeiten.

Das Konzept von Yad Vashem rücke individuelle Geschichten von Juden ins Zentrum, so die Hochschule. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Einzelpersonen solle Lernenden den Zugang zum Thema erleichtern. kna

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richer  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

von Laura Cazés  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026

London

Banal, schlicht und ironisch

Julia Pascals Theaterstück »The Banality of Evil: Hannah Arendt, France, 1940« erzählt von Hannah Arendt, Charlotte Salomon und Eva Daube als deutsche Jüdinnen in Frankreich und ihrem Leben zwischen zwischen Exil, Gefangenschaft und Überlebenskampf

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  05.11.2026

Geburtstag

Wider die Gedankenlosigkeit: Wolf Biermann wird 90

Als junger Mensch war für ihn die DDR das bessere Deutschland. Doch bald wurde Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann ihr schärfster Kritiker. Auch nach der Ausbürgerung blieb er ein wacher und kritischer Geist. Am 15. November wird er 90

von Thomas Bickelhaupt  05.11.2026

Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

von Alexander Brüggemann  05.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  05.11.2026

Sehen!

»Doitscha – Alles geht vorüber«

Die Tragikomödie »Doitscha – Alles geht vorüber« in der ARD beruht auf einem Buch von Adriana Altaras

von Pascal Beck  04.11.2026