Erinnerungsarbeit

Uni Köln kooperiert mit Yad Vashem

Die Uni Köln am Albert Magnus Platz Foto: imago images/Eduard Bopp

Die Kölner Universität und die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wollen Lehrer gemeinsam auf die Antisemitismus-Bildung vorbereiten. Anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome unterzeichnen die Partner am kommenden Mittwoch in einer digitalen Zeremonie eine entsprechende Kooperationsvereinbarung, wie die Hochschule Köln mitteilte.

Die Zusammenarbeit erweitere ein bereits bestehendes Projekt, in dem Kölner Studenten unterschiedliche Formate zur Arbeit gegen Antisemitismus kennenlernen können. Mit Köln werde eine dritte deutsche Universität Kooperationspartner der Gedenkstätte.

Partner »Die Universität zu Köln legt großen Wert auf Forschung, die Demokratie fördert und Verschwörungsfantasien, Antisemitismus und Hass aufdeckt«, sagte Rektor Axel Freimuth. »Mit Yad Vashem haben wir nun einen starken Partner, mit dem wir eine inklusive und demokratische Zukunft gestalten können.« Der Leiter der International School for Holocaust Studies (ISHS) in Yad Vashem, Eyal Kaminka, betonte die anhaltende historische Bedeutung und Relevanz des Holocaust für Schüler und Lehrer. Die Zusammenarbeit mit der Kölner Uni erlaube es, Fragen zu Rassismus, Antisemitismus und bleibender Verantwortung zu bearbeiten.

Das Konzept von Yad Vashem rücke individuelle Geschichten von Juden ins Zentrum, so die Hochschule. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Einzelpersonen solle Lernenden den Zugang zum Thema erleichtern. kna

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026

Literatur

Geistige Freiheit

Tschechien ist Ehrengast der Buchmesse. Unser Autor erinnert an die Zeit nach dem Prager Frühling, als Bücher in seiner Heimat als »Samisdat« im Untergrund erschienen

von Jan Faktor  08.10.2026

Nahost

Die Geschichte eines Krieges

Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen

von Eva M. Grünewald  08.10.2026

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026