Musik

Über den Tellerrand schauen

Jazz Brunch am Sonntagmorgen Foto: Gregor Zielke

Zu spielen, während Leute frühstücken, ist für Musiker keine leichte Aufgabe. Doch Masha Ray, das Duo um Sängerin Masha und Trompeter Roman, sehen das gelassen. »Wir sind es gewohnt, dass Leute beim Essen eher weniger zuhören, aber hier war das anders – die Atmosphäre hier im Saal ist sehr schön«, sagen beide. »Die Leute sind aufgestanden, haben mitgesungen, mitgewippt – das war toll.«

Vor allem bei den Cover-Songs wie »Bei mir bist du schön« oder »Tumbalalaika« wurde die morgendliche Stimmung im Saal spürbar lebhafter. Nach dem Auftritt wollen beide erst einmal frühstücken und sich dann noch die eine oder andere Diskussion anhören; Masha will unbedingt zum Zünden des ersten Chanukkalichts am Brandenburger Tor dabei sein.

»Ich liebe Deutschland«, sagt Masha. »Ich fühle mich hier sehr zu Hause und bin hier sehr glücklich.«

vielfalt Das Motto des Gemeindetages können beide unterstreichen. »Ich liebe Deutschland«, sagt Masha. »Ich fühle mich hier sehr zu Hause und bin hier sehr glücklich.« Vor allem die Vielfalt an Kulturen in Berlin wissen beide sehr zu schätzen. »Hier darf jeder so sein, wie er möchte«, sagt Roman. Hier habe jeder seinen Platz. Auch Masha Ray. Die Toleranz, die Berlin auszeichne, erleben sie sowohl auf der Bühne als auch im Alltag.

Das Jüdische, auch in ihrer Musik, sei ihnen sehr wichtig, aber auch die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Genau das verbinden sie mit Berlin, ihrem Publikum, Konzerten in Deutschland. Als die Musiker ihre Instrumente verpacken, summen manche Gemeindetagsteilnehmer noch immer »Tumbalalaika« vor sich hin.  ksh

Jubiläum

»Wir reden schon immer Tachles«

Der Zentralrat der Juden in Deutschland wird 70 – und feiert seinen Geburtstag in digitalen Formaten

 07.07.2020

Interview

»Ich wollte es verstehen«

Der Filmproduzent Martin Moszkowicz über seine Familiengeschichte, das Überleben seines Vaters und einen ganz besonderen Zufall

von Louis Lewitan  07.07.2020

Meinung

Schlechte Wahl

Warum es keine gute Idee ist, den Berliner U-Bahnhof »Mohrenstraße« nach Michail Iwanowitsch Glinka zu benennen

von Judith Kessler  06.07.2020

Thüringen

900 Jahre jüdisches Leben

Das Vorbereitungsgremium zum Themenjahr 2020/21 traf sich zu seiner ersten Sitzung

 06.07.2020

Porträt

Ein »Loser« ohne Scheuklappen

Beck hat die Pop-Welt nach seinen eigenen Regeln aus den Angeln gehoben. Nun wird der Musiker 50

 05.07.2020

Brian Epstein

Leben von Beatles-Manager wird verfilmt

»Midas Man« soll vom schwedischen Regisseur Jonas Akerlund inszeniert werden

 03.07.2020

Nachruf

Britisch-polnische Geigerin Ida Haendel gestorben

Sie zählte zu den bedeutendsten Violinistinnen des 20. Jahrhunderts und unterrichtete David Garrett

 02.07.2020

Weimar

Mirjam Wenzel wird Bauhaus-Gastprofessorin

Die Direktorin von Jüdischem Museum Frankfurt/Main will über aktuelle jüdische Lebensrealität in Europa sprechen

 02.07.2020

»Unsere Werte«

Familie, Gemeinschaft, Gerechtigkeit

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben stellt in seiner Dauerausstellung Fragen zur Gültigkeit von Begriffen

 02.07.2020