Musik

Über den Tellerrand schauen

Jazz Brunch am Sonntagmorgen Foto: Gregor Zielke

Zu spielen, während Leute frühstücken, ist für Musiker keine leichte Aufgabe. Doch Masha Ray, das Duo um Sängerin Masha und Trompeter Roman, sehen das gelassen. »Wir sind es gewohnt, dass Leute beim Essen eher weniger zuhören, aber hier war das anders – die Atmosphäre hier im Saal ist sehr schön«, sagen beide. »Die Leute sind aufgestanden, haben mitgesungen, mitgewippt – das war toll.«

Vor allem bei den Cover-Songs wie »Bei mir bist du schön« oder »Tumbalalaika« wurde die morgendliche Stimmung im Saal spürbar lebhafter. Nach dem Auftritt wollen beide erst einmal frühstücken und sich dann noch die eine oder andere Diskussion anhören; Masha will unbedingt zum Zünden des ersten Chanukkalichts am Brandenburger Tor dabei sein.

»Ich liebe Deutschland«, sagt Masha. »Ich fühle mich hier sehr zu Hause und bin hier sehr glücklich.«

vielfalt Das Motto des Gemeindetages können beide unterstreichen. »Ich liebe Deutschland«, sagt Masha. »Ich fühle mich hier sehr zu Hause und bin hier sehr glücklich.« Vor allem die Vielfalt an Kulturen in Berlin wissen beide sehr zu schätzen. »Hier darf jeder so sein, wie er möchte«, sagt Roman. Hier habe jeder seinen Platz. Auch Masha Ray. Die Toleranz, die Berlin auszeichne, erleben sie sowohl auf der Bühne als auch im Alltag.

Das Jüdische, auch in ihrer Musik, sei ihnen sehr wichtig, aber auch die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Genau das verbinden sie mit Berlin, ihrem Publikum, Konzerten in Deutschland. Als die Musiker ihre Instrumente verpacken, summen manche Gemeindetagsteilnehmer noch immer »Tumbalalaika« vor sich hin.  ksh

Kino

»David« - Familienfreundliches Musical nach Motiven aus der Bibel

Ein kleiner Junge besiegt einen furchteinflößenden Riesen mit der Steinschleuder. Die Geschichte von David und Goliath kennen auch viele, die sonst nicht so bibelfest sind. Und sie bietet viel Stoff für eine Verfilmung

von Martin Ostermann  15.09.2026

Israel

Wie Quentin Tarantino Israelis den Kinobesuch vermiest

Berichte über Quentin Tarantinos Kinobesuche gehen in Israel viral. Eine Frau hätte ihn beinahe angebrüllt

von Sophie Albers Ben Chamo  15.09.2026

Dearborn

Henry Fords antisemitische Vergangenheit in Ausstellung behandelt

Im nächsten Jahr öffnet Fair Lane, das frühere Anwesen von Henry Ford, wieder für Besucher. Die Einrichtung stellt sich nun einer Vergangenheit, die in der Region lange nur unzureichend thematisiert wurde

 15.09.2026

Tel Aviv

IDF-Chef prüft rechtliche Schritte gegen Film »Naza«

Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnet bisher bekannt gewordene Teile der Doku als »Ritualmordlegenden, bewusste Verzerrungen der Realität und falsche Anschuldigungen gegen IDF-Soldaten«

 15.09.2026

TV-Tipp

Sehenswertes Doku-Historiendrama über 900 jüdische Flüchtlinge

HR zeigt »Die Ungewollten - Die Irrfahrt der St. Louis«

von Jan Lehr  15.09.2026

Berlin

Briefe nach dem Holocaust: Yad Vashem präsentiert Sammelband

Jüdische Überlebende der NS-Verfolgung erlebten die unmittelbare Nachkriegszeit voller Widersprüche zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ihre Eindrücke erscheinen nun erstmals auf Deutsch

 15.09.2026

Los Angeles

Noah Wyle gewinnt erneut Emmy – »The Pitt« und die jüdische Seite des Dr. Robby

Für den Darsteller und Produzenten ist die Auszeichnung eine besondere Rückkehr an die Spitze der amerikanischen Fernsehwelt

 15.09.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 15.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  15.09.2026