Musik

Über den Tellerrand schauen

Jazz Brunch am Sonntagmorgen Foto: Gregor Zielke

Zu spielen, während Leute frühstücken, ist für Musiker keine leichte Aufgabe. Doch Masha Ray, das Duo um Sängerin Masha und Trompeter Roman, sehen das gelassen. »Wir sind es gewohnt, dass Leute beim Essen eher weniger zuhören, aber hier war das anders – die Atmosphäre hier im Saal ist sehr schön«, sagen beide. »Die Leute sind aufgestanden, haben mitgesungen, mitgewippt – das war toll.«

Vor allem bei den Cover-Songs wie »Bei mir bist du schön« oder »Tumbalalaika« wurde die morgendliche Stimmung im Saal spürbar lebhafter. Nach dem Auftritt wollen beide erst einmal frühstücken und sich dann noch die eine oder andere Diskussion anhören; Masha will unbedingt zum Zünden des ersten Chanukkalichts am Brandenburger Tor dabei sein.

»Ich liebe Deutschland«, sagt Masha. »Ich fühle mich hier sehr zu Hause und bin hier sehr glücklich.«

vielfalt Das Motto des Gemeindetages können beide unterstreichen. »Ich liebe Deutschland«, sagt Masha. »Ich fühle mich hier sehr zu Hause und bin hier sehr glücklich.« Vor allem die Vielfalt an Kulturen in Berlin wissen beide sehr zu schätzen. »Hier darf jeder so sein, wie er möchte«, sagt Roman. Hier habe jeder seinen Platz. Auch Masha Ray. Die Toleranz, die Berlin auszeichne, erleben sie sowohl auf der Bühne als auch im Alltag.

Das Jüdische, auch in ihrer Musik, sei ihnen sehr wichtig, aber auch die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Genau das verbinden sie mit Berlin, ihrem Publikum, Konzerten in Deutschland. Als die Musiker ihre Instrumente verpacken, summen manche Gemeindetagsteilnehmer noch immer »Tumbalalaika« vor sich hin.  ksh

Schloßbergmuseum

Chemnitz zeigt Fotoausstellung über Mikwen

Ein Fotograf hat die Atmosphäre dieser meist unterirdisch gelegenen jüdischen Orte eingefangen

 26.03.2026

Charles Lewinsky

Melnitz, eine männliche Scheherazade

Der Schweizer Autor legt seinen Protagonisten auf die Couch und lässt ihn das 20. Jahrhundert erzählen

von Ellen Presser  26.03.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  26.03.2026

Shelly Kupferberg

Die Geschichte von Martha E. aus Schöneberg

In ihrem ersten Roman erzählt die Berliner Autorin von einer Nichtjüdin, die in der NS-Zeit zur stillen Heldin wurde

von Tobias Kühn  26.03.2026

Interview

»Man muss uns nicht gernhaben, aber man soll uns leben lassen«

Die Schoa-Überlebende Eva Erben und der TV-Moderator Günther Jauch sind seit Langem befreundet. Unser Reporter Michael Thaidigsmann hat Erben in Israel besucht und mit beiden gesprochen

von Michael Thaidigsmann  26.03.2026

Programm

Ferienprogramm, Retrospektive und ein Rache-Musical: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. März bis zum 2. April

 25.03.2026

Zahl der Woche

1:28,31 Minuten

Funfacts & Wissenswertes

 24.03.2026

Berlin

Holocaust: Ausstellung über das Mitwissen der Deutschen

Nach den beispiellosen Verbrechen der Nationalsozialisten sagten viele, das habe man nicht gewusst. Wie glaubwürdig war das? Die Topographie des Terrors in Berlin widmet sich der Frage

 24.03.2026

Sachsen

Rund 1000 Veranstaltungen zum »Jahr der jüdischen Kultur«

Unter dem Titel »Tacheles« steht in Sachsen 2026 das jüdische Leben im Mittelpunkt. Zahlreiche Akteure beteiligten sich. Das Programm wächst noch immer

von Katharina Rögner  24.03.2026