Programm

Tipps und Termine

Freitag, 6. November 22.05 Uhr arte »Hallelujah: Leonard Cohen, ein Leben, ein Lied«: Leonard Cohen im Juni 1974: Erst in seinen Dreißigern begann der Kanadier Songs zu schreiben und schaffte es mit „Hallelujah“ zu einer generationsübergreifend beliebten Hymne. Foto: © 1974 Michael Putland/Getty Images Foto: ZDF

Berlin
»Rabbiner-Brandt-Vorlesung 2026: Humanismus – Bildung – Demokratie. Das Erbe Micha Brumliks, sel. A. (1947–2025)«. Anlässlich seines ersten Todestages würdigt der Deutsche Koordinierungsrat der GCJZ mit der diesjährigen Rabbiner-Brandt-Vorlesung seinen unermüdlichen Einsatz für Humanismus, Bildung und Demokratie. Anmeldung erforderlich: https://deutscher-koordinierungsrat.guestmanagement.solutions/
Do 12. November, 19.30 Uhr, Katholische Akademie Berlin, Hannoversche Straße 5

Celle
Vortrag »Matthias Naumann: Kinder des Schattens«. Die Schoa hat israelische Dramatiker und Dramatikerinnen seit der Staatsgründung 1948 immer wieder beschäftigt. Dabei haben sich die Intensität der Auseinandersetzung und auch die Perspektiven, Schwerpunktsetzungen und Erzählformen verändert.
Mo 9. November, 19 Uhr, Synagoge Celle, Im Kreise 24

Emmendingen
Vortrag »Rosita Dienst-Demuth: Schulverbot in der Nazizeit für jüdische Kinder aus fünfzehn südbadischen Gemeinden«
Di 10. November, 19.30 Uhr, Gemeindezentrum St. Bonifatius, Markgraf-Jacob-Allee 2

Nordhausen
Buchvorstellung »Stephan Lehnstaedt: Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust«. Auch in Nordhausen hat ein antisemitischer Mob in der Nacht vom
9. November 1938 die Synagoge am Pferdemarkt gebrandschatzt, jüdische Geschäfte geplündert und Dutzende Juden verschleppt. In seinem Buch räumt der Historiker Lehnstaedt jedoch mit dem Bild passiver jüdischer Opfer auf.
Do 5. November, 18 Uhr, Hochschule Nordhausen, Haus 34, Seminarraum 31, Weinberghof 4

Rostock
10. Jüdische Kulturtage »Die Faust war eine geöffnete Hand mit fünf Fingern. Jehuda Amichai im Dialog von Wort und Musik«. Ein zweisprachiger Abend: Emanuella Amichai aus Tel Aviv trägt die Gedichte ihres Vaters Jehuda Amichai in hebräischer Sprache vor, Bernhard Stengele die deutsche Interpretation.
So 8. November, 19 Uhr, Compagnie de Comédie/BÜHNE 602, Warnowufer 55

TV und Radio

»Hallelujah: Leonard Cohen, ein Leben, ein Lied«: Zu Wort kommen seine Partnerin Dominique Issermann, sein Produzent John Lissauer und Rabbiner Mordecai Finley. Leonard Cohen reflektiert über seinen Schaffensprozess, Sinnkrisen und das Göttliche. Im Anschluss: »Leonard Cohen: Live in London«
Freitag, 6. November, 22.05 Uhr arte

»Unterm Davidstern – Jüdisches Leben in Dresden«: Als vor 20 Jahren die neue Synagoge am Dresdner Hasenberg eröffnet wurde, richteten sich die Blicke auf die sächsische Stadt. Es war der erste Neubau eines jüdischen Gotteshauses seit der friedlichen Revolution 1989.
Sonntag, 8. November, 22.25 Uhr mdr TV

»The Zone of Interest«: Der Film behandelt das Leben der Familie des KZ-Kommandanten von Auschwitz in direkter Nachbarschaft des industriellen Mordens. Bei den Oscars 2024 wurde der Film als bester internationaler Film ausgezeichnet.
Montag, 9. November, 22.15 Uhr ZDF

»Charlotte Knobloch – Zeitzeugin und Kämpferin«: Charlotte Knobloch wird im Oktober 1932 als Tochter des Rechtsanwalts Fritz Neuland und seiner Frau Margarete geboren. Den Nationalsozialismus überlebt sie unter falscher Identität in Mittelfranken. Ihre Erlebnisse in dieser Zeit prägen ihr späteres Handeln.
Montag, 9. November, 23.45 Uhr BR TV

Tobias Korenke

Tobias Korenke

»Jetzt sind wir als Nachgeborene gefordert«

»Grandios gescheitert«: So hart urteilt Historiker Tobias Korenke über die deutsche Erinnerungskultur. Und hat Änderungsvorschläge. Bonhoeffer-Nachfahre zu sein, hat für ihn durch den AfD-Aufschwung eine neue Bedeutung

von Karin Wollschläger  08.11.2026

Blick aus einem Fenster der Höß-Villa auf Gebäude des ehemaligen KZ Auschwitz

Auschwitz

»Mein Großvater war der größte Massenmörder aller Zeiten«

Kai Uwe Höss ist der Enkel von Lagerkommandant Rudolf Höß. Wie lebt es sich mit dieser familiären Bürde?

 08.11.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  08.11.2026

Plakat mit der Aufschrift Nie wieder ist jetzt

Gedenken zum 9. November

»Nie wieder«: Ein Appell in der Kritik

In diesen Tagen wird der Opfer der NS-Pogrome von 1938 gedacht. Anlass, öffentlich »nie wieder« zu fordern. Wegen des aktuellen Antisemitismus wollen manche das jedoch nicht mehr hören. Schlaglichter auf eine Debatte

von Leticia Witte  08.11.2026

Tasche mit der Aufschrift Anne Frank – 30 Jahre Anne Frank Zentrum

Berlin

Anne Frank Zentrum: Holocaustleugnung bei Jugendlichen nimmt zu

Die Leiterin des Anne Frank Zentrums Berlin warnt vor Falschinformationen zur NS-Zeit in Sozialen Medien. Ein Grund für die Wissenslücken könne auch ein rückläufiger Stellenwert im Schulunterricht sein, sagt sie

 08.11.2026

Oper

»Da ruft mich jemand«

Das Theater Osnabrück erinnert mit einem eigens komponierten Stück an Peter van Pels. Der Gefährte von Anne Frank im Versteck wurde vor 100 Jahren geboren

von Claudia Irle-Utsch  08.11.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 08.11.2026

Ruth Ur im Exilmuseum

Berlin

Das Exil ist überall – Berlins neues Museum schlägt Brücken

Während der NS-Zeit war Berlin für viele ein Ort, den sie verlassen mussten. Ein neues Museum verbindet ihre Geschichten mit heutigen Exil-Erfahrungen

 08.11.2026

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026