Theater

»Swing Heil!«

In Szene gesetzt: Helen Schneider (l.) als Conférencier und Konstantin Moreth (r.) als Coco Schumann Foto: Tino Crisó

Coco Schumann hat überlebt: Er war in Theresienstadt und Auschwitz interniert und blieb nur deshalb am Leben, weil er Jazz-Gitarre spielte, und zwar mit den »Ghetto-Swingern«.

Dem (Über-)Leben der 1924 geborenen Berliner Jazz-Ikone Coco Schumann ein Denkmal zu setzen, steht nun auf dem Spielplan des Theaters am Kurfürstendamm. Am Mittwochabend hatte das Theaterstück Der Ghetto Swinger des Regisseurs Gil Mehmert Premiere.

Helen Schneider Darin wird Schumann von Konstantin Moreth verkörpert. Die Sängerin Helen Schneider spielt gleichzeitig Cocos Mutter, den Conférencier und fungiert als Erzählerin. Robin Brosch ist in der Rolle von Cocos Vater zu sehen.

Allerdings wird die Geschichte derart altbacken präsentiert, dass dies bei manchen Zuschauern für üble Laune sorgte. »Swing heil!« war noch einer der besseren Kalauer des Abends.

Viele Berliner VIPs und Promis – von Artur Brauner über Adriana Altaras bis hin zu Elisabeth Heymann, die Tochter des unvergesslichen Werner Richard Heymann, dessen Hits dereinst Schumann schon spielte – würdigten am Mittwochabend den eigentlichen Star des Abends, Coco Schumann, der die Premiere aus gesundheitlichen Gründen nicht besuchen konnte.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht in unserer Ausgabe am Donnerstag.

www.komoedie-berlin.de

Literatur

»Du fehlst uns«

Zum 100. Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki – Eine Würdigung von Rachel Salamander

von Rachel Salamander  31.05.2020

Nahost

»Die Palästinenser wollen Israels Staatsgründung rückgängig machen«

Einat Wilf über ihr neues Buch und das »Rückkehrrecht« als Friedenshindernis

von Mareike Enghusen  31.05.2020

Zahl der Woche

1.567.000.000 Liter

Fun Facts und Wissenswertes

 28.05.2020

Flüchtlingskrise

»Reverse-Mengele«

Katja Riemann spricht bei »Maischberger« über ihr Engagement für Geflüchtete - und versteigt sich zu einem NS-Vergleich

 28.05.2020

Wuligers Woche

Die heilige Hannah

Warum die Philosophin der Deutschen liebste Jüdin ist

von Michael Wuliger  28.05.2020

Geheimnisse und Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  28.05.2020

Musik

Singen wie Mascha Kaléko

Dota Kehr hat Texte der jüdischen Dichterin vertont – und dabei prominente Verstärkung erhalten

von Maria Ossowski  28.05.2020

Roman

Dichtung und Wahrheit

Eshkol Nevo erzählt sein Leben in einem Interview mit sich selbst

von Harald Loch  28.05.2020

Medizin

Verfrühte Euphorie

Wie ein israelischer Forscher im Kampf gegen Corona Hoffnungen schürt – und sie dann wieder dämpft

von Pierre Heumann  28.05.2020