Gesellschaft

Schriftsteller Kehlmann: Narren haben die Macht übernommen

Daniel Kehlmann im Mai 2019 in Wien Foto: imago images / Viennareport

Bestseller-Autor Daniel Kehlmann (Tyll) sieht die Macht zunehmend in die Hände von Narren übergehen. »Es stimmt, im Augenblick haben die Narren die Macht übernommen – Boris Johnson ist dafür ein noch besseres Beispiel als Trump«, sagte er der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten«.

Populisten Das Entscheidende sei, »dass all diese Narrenregierungen, die da an die Macht kommen, im allerhöchsten Maße verkommen sind«, sagte der 44-Jährige. Die Macht stehe für die Populisten »völlig im Dienst ihrer eigenen Korruption«.

Unsere Zeit vergleicht Kehlmann mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts: »Das mögliche Ende einer langen Friedensperiode – ob sie wirklich endet, ist ja Gott sei Dank noch nicht ausgemacht. Eine Phase der Stabilität gerät plötzlich unter Beschuss, und man kann gar nicht genau sagen, woher dieser Überdruss eigentlich rührt.«

Böhmermann Voll des Lobes ist Kehlmann für den Satiriker Jan Böhmermann. »Ich bin begeistert von allem, was er macht. Er ist der beste, aggressivste politische Satiriker, den Deutschland heute hat, der auch wirklich etwas erreicht und politisch in allen Fragen, wie ich finde, das Herz auf dem rechten Fleck hat«, schwärmte Kehlmann.

Der Schriftsteller erhält für seinen Eulenspiegel-Roman Tyll an diesem Samstag den mit 20.000 Euro dotierten Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen.  dpa

Barrie Kosky

»Die politischen Probleme an der Garderobe abgeben«

Die Bühne ist nach den Worten des scheidenden Intendanten der Komischen Oper Berlin auch ein Ort zum Träumen

 20.05.2022

NS-Raubgut

Zentrum Kulturgutverluste fördert Projekte mit 3,1 Millionen

Zwei Dutzend Projekte der Provenienzforschung sollen Fördermittel erhalten

 19.05.2022

Literatur

Auszeichnung für eine »Erinnernde«

Die Schriftstellerin Barbara Honigmann wird mit dem Jean-Paul-Preis für ihr Lebenswerk geehrt

 19.05.2022

Netflix

Familienaufstellung im Stream

In »Honey Boy« verarbeitet der Schauspieler Shia LaBeouf das schwierige Verhältnis zu seinem Vater

von Jens Balkenborg  19.05.2022

Oberammergau

Schwierige Läuterung

Die Passionsfestspiele haben Jesus als jüdische Figur entdeckt

von Gerhard Haase-Hindenberg  19.05.2022

Berlin

Förderung für Begabte

Das ELES-Studienwerk feiert die Aufnahme der 1000. Stipendiatin. Der Festakt wird von den Vorgängen am Abraham Geiger Kolleg überschattet

von Elke Wittich  19.05.2022

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  19.05.2022

Zahl der Woche

124 Volkshochschulen

Fun Facts und Wissenswertes

 19.05.2022

Frankfurt

Grundstein für gemeinsame wissenschaftliche Projekte

Die Goethe-Universität und die Jüdische Akademie des Zentralrats wollen kooperieren. Memorandum unterzeichnet

von Eugen El  19.05.2022